Kurzbeschreibung

Ziel des Forschungsmoduls „Zivilgesellschaft in Bewegung. Datenbank von Protestereignissen“ (ZIB) ist die stichprobenbasierte Erhebung, Codierung und Auswertung öffentlich sichtbarer Protestereignisse in Thüringen. Das Projekt basiert in erster Linie auf der inhaltsanalytischen Auswertung von Tageszeitungen sowie von anderen öffentlichen, bpsw. zivilgesellschaftlichen Quellen.

Proteste sind definiert als öffentliche Aktionen nichtstaatlicher Akteure, die Kritik oder Widerspruch zum Ausdruck bringen und mit der Formulierung eines gesellschaftlichen oder politischen Anspruchs oder Ziels verbunden sind.

ZiB ist orientiert an dem Projekt "PRODAT - Dokumentation und Analyse von Protestereignissen in der Bundesrepublik" des Wissenschaftszentrums Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Dieter Rucht.

Ansprechpartner

Dr. Matthias Quent

Direktor

Arbeitsschwerpunkte:
Protestforschung & Soziale Bewegungen
Rechtsextremismus

Kontakt:
Tel.: 03641/2719403
E-Mail: matthias.quent@idz-jena.de

Schriftenreihe

Journalistin Johanna Hemkentokrax im Gespräch mit Harald Zeil, einem der Sprecher der Thüringer Bürgerbündnisse gegen Rechts, über das Engagement der Zivilgesellschaft in Thüringen und neue und alte Herausforderungen für die Arbeit der Bürgerbündnisse.

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In diesem Beitrag wird der konzeptionelle Ansatz der Forschungsarbeit des IDZ vorgestellt. Die Zusammenhänge der Forschungsbereiche Protestereignisanalyse, Diskriminierung und Hassaktivitäten werden in einem neuen Modell zur Erklärung von vorurteilsgeleiteter Radikalisierung eingeführt. Des Weiteren erfolgt die Vorstellung zentraler Arbeitsbegriffe für die weitere Forschungsarbeit.

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Im Folgenden werden zentrale Begriffe der Protestereignisanalyse definiert und die wissenschaftliche Verortung, methodische Konzepte und Überlegungen dargestellt, die diesem Forschungsprojekt zugrunde liegen. Anschließend werden die Datenquellen und die Stichprobenmethodik offengelegt und beispielhaft einige Befunde der Voruntersuchung aus dem Jahr 2016 beschrieben.

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Der Beitrag geht der Frage nach, wie die Grenzen zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus verlaufen. Es wird herausgestellt, warum die Normalisierung von völkischen Konzepten die demokratische Kultur grundsätzlich gefährdet.

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Der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei (FSU Jena), die Thüringer Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler, Katja Fiebiger (Mobit) und Dr. Matthias Quent (IDZ) diskutierten am 8. November 2016 im Jenaer Theaterhaus anlässlich einer Thügida-Demonstration am 9. November in Jena über die historische und zeitgenössische Bedeutung des 9. Novembers und den richtigen Umgang mit extrem rechten Provokationen. Im Folgenden wird der Diskussionsverlauf dokumentiert.

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Demonstrationen und Proteste finden im öffentlichen Raum statt und reklamieren repräsentative Straßen und Orte für sich. Demonstrant_innen, Gegendemonstrant_innen und Polizei beeinflussen sich in ihren Handlungen wechselseitig und strukturieren dadurch nicht nur den sozialen, sondern auch den symbolischen Raum des Protests. Im Folgenden werden anhand von ethnografischen Beobachtungen im Rahmen eines experimentellen Projektes des IDZ Einblicke in das Feld des Protests gegeben und Konflikte um den öffentlichen Raum analysiert am Beispiel eines Aufmarschs des neonazistischen Thügida-Bündnisses in...

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