Rechte Hasskonzerte in Themar/Thüringen: Einordnung, Analyse und Konsequenzen. Öffentliches Gesprächsforum des IDZ

Was tun gegen rechte Hasskonzerte? Nach dem bisher größten rechtsextremen Musikfestival in Thüringen am 15. Juli 2017 mit über 6.000 Teilnehmenden aus ganz Europa in der kleinen Gemeinde Themar wird bundesweit über den Umgang mit derartigen Veranstaltungen diskutiert, die Menschenfeindlichkeit, Rassismus und nationalsozialistische Ideologie verbreiten und die neonazistische Szene finanziell und ideologisch stärken.

Veranstaltungsbeginn: 17 Uhr

Veranstaltungsort: Schützenhaus Themar (Bahnhofstr. 37)

Was tun gegen rechte Hasskonzerte? Nach dem bisher größten rechtsextremen Musikfestival in Thüringen am 15. Juli 2017 mit über 6.000 Teilnehmenden aus ganz Europa in der kleinen Stadt Themar wird bundesweit über den Umgang mit derartigen Veranstaltungen diskutiert, die Menschenfeindlichkeit, Rassismus und nationalsozialistische Ideologie verbreiten und die neonazistische Szene finanziell und ideologisch stärken. Zahlreiche Einwohner sowie überregionale Bündnisse haben in Themar deutlich gemacht, dass sie die rechtsextremen Versammlungen ablehnen. Doch welche Netzwerke, Strategien und Ziele stehen dahinter? Wie haben Einwohner und Beobachter das Hasskonzert erlebt? Welche Möglichkeiten und Grenzen haben Polizei und Behörden? Wie können und sollten Politik und Zivilgesellschaft den Neonazis entgegentreten?

Im Rahmen des kurzfristig organisierten Gesprächsforums des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit (IDZ) werden unter anderem diese Fragen, die viele Menschen vor Ort und in den sozialen Netzwerken umtreiben, diskutiert. Außerdem sollen Bürgerinnen und Bürger aus Themar und Umgebung die Möglichkeit bekommen, in einen Dialog mit Experten und Verantwortlichen zu treten.

Dafür stehen unter anderem die folgenden Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner auf dem Podium zur Verfügung:

  • Kira Ayyadi (Berlin, Redakteurin Belltower.news, Berichterstatterin am 15. Juli in Themar)
  • Hubert Böse (Bürgermeister Themar)
  • Kristin Floßmann (MdL CDU im Landkreis Hildurghausen)
  • Katharina König-Preuss (MdL Die LINKE & Mitglied der parlamentarischen Beobachtergruppe am 15. Juli in Themar)
  • Mobit e.V.
  • Janine Patz (Politikwissenschaftlerin, FSU Jena/ Institut f. PoWi/ KomRex))
  • Dr. Matthias Quent (Soziologe, IDZ)
  • Vertreter der Thüringer Landesregierung
  • Thomas Müller, Landrat des Kreises Hildburghausen
  • Polizei Thüringen

 

 

Der Leiter des IDZ, Dr. Matthias Quent, sagt zur Veranstaltung: „Die Bilder vom vergangenen Wochenende aus Themar waren für viele Menschen erschütternd. Die Ideologie der Neonazis und die massenhafte Verherrlichung von Gewalt und Nationalsozialismus zielen darauf ab, die Demokratie vorzuführen und schlussendlich abzuschaffen. Das Gesprächsforum soll dazu beitragen, den Menschen vor Ort eine Stimme zu geben und durch über die Hintergründe der neonazistischen Hassmusikszene, der versammlungsrechtlichen Situation, der Aufgaben der Polizei und die Möglichkeiten von Politik und Zivilgesellschaft zu informieren. Wir wollen unterschiedliche Perspektiven und Expertisen aus Wissenschaft und Praxis zusammenbringen. Bereits am Samstag, dem 29. Juli 2017, findet das nächste rechte Hasskonzert in Themar statt. Die Organisatoren und Gesprächspartner des IDZ-Gesprächsforums zeigen damit, dass die Menschen in Themar nicht allein sind.“

 

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.