Unsere Veranstaltungen


Online-Veranstaltung zur Veröffentlichung von Heft 10 (Jg. 5, Heft 2) der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung (ZRex)

 

 

NEU: Wissen schafft Demokratie 17/2025: Uncivil Society – „Schattenseiten“ der Zivilgesellschaft

 

 

Neuigkeiten

Der zweite Zusammenhaltsbericht des FGZ analysiert umfassend, wie die deutsche Bevölkerung zur sozial-ökologischen Transformation steht. Die Ergebnisse zeigen deutliche Konfliktlinien, aber auch überraschende Konsenspotenziale zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Nachricht vom

Zehnte Ausgabe der ZRex online

Die nunmehr zehnte Ausgabe der ZRex (Jg. 5, Heft 2) ist erschienen. Das Heft ist beim Verlag Barbara Budrich Open Access abrufbar sowie in gedruckter Form bestellbar. U.a. im Heft: Nikolas Dietze untersucht die soziostrukturellen Merkmale der AfD-Kandidat:innen. Die Ergebnisse zeigen: Die AfD stellt überproportional viele Kandidat:innen aus niedrigqualifizierter Produktions- und Dienstleistungsarbeit auf und ist damit wesentlich repräsentativer für die ostdeutsche Sozialstruktur ist als die drei Vergleichsparteien, die primär hochqualifizierte Berufs- und Statusgruppen vertreten.

In den Thüringer Zuständen werden jährlich aktuelle Entwicklungen des Rechtsextremismus, des Antisemitismus und Rassismus, der Abwertung, Diskriminierung und Hassgewalt im Freistaat Thüringen beleuchtet. Nach 5 Ausgaben wollen wir die Leser*innen um ein Feedback bitten, das in die Weiterentwicklung der nächsten Ausgaben einfließen wird. Die Beantwortung des Fragebogens nimmt in etwa 5 Minuten in Anspruch.

In der aktuellen Ausgabe des Online-Magazins für digitale Konfliktforschung wird das Konzept der Community Notes ausführlich beleuchtet: Die Analyse zeigt, wie dieses System der crowdbasierten Inhaltsprüfung auf Plattformen eingesetzt wird, welche Themen es betrifft und welchen Beitrag es zur Eindämmung von Desinformation und Hass im Netz leisten kann. Weitere Beiträge ziehen eine Bilanz aus drei Jahren Telegram-Monitoring zu rechtsextremen Kommunikationsnetzwerken, analysieren das gescheiterte Compact-Verbot und fassen zentrale Maßnahmen gegen digitale Hetze und Desinformation zusammen.

Das aktuelle Factsheet setzt sich mit dem Thema Diskriminierung auseinander: Es erklärt zentrale Begriffe, gibt Einblicke in die Antidiskriminierungsarbeit und zeigt, warum diese untrennbar mit demokratischen Werten verbunden ist.

Das zeigen die Ergebnisse der IDZ-Studie “Zwischenbilanz der Umsetzung der Empfehlungen der Untersuchungsausschüsse des Bundes und der Länder zum NSU-Komplex", die soeben erschienen ist.

Das Institut

Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit dem Ziel, die demokratische Kultur und Zivilgesellschaft in Thüringen und darüber hinaus zu stärken.

Zentrale Aufgabe des Instituts ist es, Wissenslücken über demokratiefeindliche und -gefährdende Phänomene, Strukturen und Bewegungen zu identifizieren und durch wissenschaftliche Untersuchungen zu schließen. Das IDZ begreift sich als Ort der öffentlichen Sozialforschung, in dem der Erkenntnisgewinn und -transfer zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik einen zentralen Platz einnimmt.

Das 2016 gegründete Institut befindet sich in Trägerschaft der Amadeu-Antonio-Stiftung und wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Seit dem 01. Juni 2020 ist das IDZ zudem einer von bundesweit elf Standorten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).

Medienmeldungen

Medienmeldung vom

Erik Ahrens: Der TikTok-Stratege der AfD.

Norddeutscher Rundfunk (ZAPP) /mit Holger Marcks

Was hat es mit dem Selbstdarsteller Erik Ahrens, seinem Wirken in der extremen Rechten und seinem Ausstieg aus dieser auf sich? Neben Christian Fuchs half auch Holger Marcks vom MATR-Team bei der Einordnung.

Medienmeldung vom

Jung, rechts - extrem?

Das Erste /mit Wyn Brodersen

Rechtsextreme Gruppen nutzen Social Media, um Nähe aufzubauen, Weltbilder zu verschieben und Jugendliche schrittweise zu rekrutieren. Dabei spielen vermeintlich harmlose Memes und Witze eine wichtige Rolle. Robert möchte wissen, wie diese digitalen Strategien funktionieren, woran man sie erkennt und wie Gegenrede im Netz ihnen etwas entgegensetzen kann.

JenaTV /mit Axel Salheiser und Janina Wollmann

Nach der NSU-Selbstenttarnung erarbeiteten Untersuchungsausschüsse verschiedene Empfehlungen zur Reformierung der Justiz- und Polizeiarbeit. Inwiefern diese umgesetzt wurden und wirksam sind, untersuchte nun eine Studie des Institutes für Demokratie und Zivilgesellschaft. Mit den Ergebnissen eröffnete am Dienstag im Rathaus eine Podiumsdiskussion zum Thema „Lehren aus dem NSU-Komplex“.

Medienmeldung vom

Offenheit ist ausschlaggebend

GEW Thüringen /mit Matthias Heider

Interview mit Matthias Heider, wissenschaftlicher Mitarbeiter des RadiGaMe-Projektes am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ-Jena). Er forscht zu Extremismus im Gaming und zu Wissenstransfer in der Präventionsarbeit.

Publikationen und Schriftenreihe

Die rechtsextreme Landnahme bleibt die größte Gefahr für die demokratische Kultur im Landkreis. Dies zeigt sich nicht nur in Wahlergebnissen, sondern auch in der alltäglichen Präsenz rechtsextremer Positionen sowie in Bedrohungen gegenüber demokratisch Engagierten. Gleichzeitig sind gesellschaftlich marginalisierte Gruppen häufig unzureichend repräsentiert, und bestehende Partizipationsangebote – insbesondere für Jugendliche – werden zu wenig genutzt. Empfehlungen zur Stärkung der demokratischen Kultur sowie konkrete Maßnahmen zu ihrer Umsetzung sind der Analyse zu entnehmen.

Die Analyse zu Demokratiegefährdungen, politischer Kultur und zivilgesellschaftlichem Engagement zeigt: Erfurt steht vor erheblichen Herausforderungen: Rechtsextreme Landnahme, Polarisierung und Angriffe auf Engagierte bedrohen die Demokratie und das gesellschaftliche Miteinander. Zugleich zeigt sich eine starke, vielfältige Zivilgesellschaft, die diesen Tendenzen entgegen tritt, aber auch immer mehr unter Druck gerät.

Die Studie untersucht, wie weit die Empfehlungen der NSU-Untersuchungsausschüsse auf Bundes- und Länderebene – insbesondere in Sachsen, Thüringen und Hessen – umgesetzt wurden. Im Fokus stehen die Bereiche Polizei, Justiz und Demokratieförderung, analysiert durch Dokumentenauswertung, Fallanalysen und Expert*inneninterviews. Die Ergebnisse zeigen teils Fortschritte, aber auch große Defizite, etwa beim Opferschutz, der Fehlerkultur und der nachhaltigen Demokratieförderung.

Der 17. Band unserer IDZ-Schriftenreihe widmet sich einerseits den Angriffen, Bedrohungen, widersprüchlichen Entwicklungen und strukturellen Herausforderungen, mit denen Akteur*innen der Zivilgesellschaft konfrontiert sind. Andererseits richtet sich der Fokus auf Gegenstrategien und Best-Practice-Beispiele.