Digital Awareness - Datenbasierte Analyse für demokratische Kultur

Forschungsvorhaben und Projektziele

Das Internet ist zum Schlüsselmedium politischer Diskurse und zum zentralen Aushandlungsort kultureller Narrative geworden. Der partizipative Charakter digitaler Kommunikation birgt große Chancen gesellschaftlicher Teilhabe, doch trägt er auch zu schnelllebigen Empörungswellen und zur Bildung von Resonanzräumen bei, in denen Hassrede und antidemokratische Verschwörungserzählungen gedeihen. Gerade in Krisenzeiten, wie wir sie aktuell erleben, verzeichnen derartig extreme Ansichten einen besorgniserregenden Zuwachs. Das Forschungsprojekt setzt es sich zum Ziel, als Ort des Wissenschafts-Praxistransfers zivilgesellschaftliche Akteur:innen evidenzbasiert in ihrer Kampagnenarbeit zu unterstützen, um die pro-demokratische Mehrheit der Bevölkerung auch im digitalen Raum verstärkt sichtbar zu machen.

Vorgehensweise

Mit Methoden des "Social Listenings" können politisch wirksame Narrative und Treiberthemen in sozialen Medien, Blogs und Online-Nachrichtenportalen analysiert, Zielgruppen und Akteur:innennetzwerke ausgemacht sowie Prognosen zu digitalen Debatten angestellt werden. Das Projektteam möchte damit der Zivilgesellschaft eine empirische Grundlage an die Hand geben, um einerseits direkt auf toxische Inhalte reagieren zu können und andererseits eigene positive Narrative zu entwickeln, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.  Außerdem können Kampagnendesigns durch fortlaufendes Monitoring zielgerichtet angepasst und stetig evaluiert werden.

Institutionelle Einbindung

Mit dem von der Amadeu Antonio Stiftung und der Freudenberg Stiftung finanzierten Forschungsprojekt ist das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) deutscher Forschungspartner eines internationalen Projektverbundes der Open Society Foundations unter der Leitung von Dr. Christal Morehouse. Dieses Netzwerk setzt sich in verschiedenen Ländern  aus je einem Forschungs- und einem Trainings-/Kampagnenpartner*innen zusammen. Das Forschungsteam des IDZ wird vom in Barcelona ansässigen komons-Team unterstützt, das Methoden des Social Listenings und der Einstellungsforschung entwickelt hat, die direkt auf die strategische Kommunikation von pro-demokratischen Nichtregierungsorganisationen angewendet werden können.

 

 


 

Zentrale Themen

#Demokratie #SocialMedia #Narrative #HateSpeech


 

 

Wissenschaftliche Leitung

Fabian Klinker

Wissenschaftliche Mitarbeiter

 

 

Kooperationspartner