Hasskriminalität

Kurzbeschreibung

 

 

Hass ist eine der menschlichen Basisemotionen, er beinhaltet eine starke Antipathie gegenüber dem Hassobjekt und geht mit aggressiven Verhaltenstendenzen einher. Hasskriminalität ist in Bezug auf die Opfer immer gruppenbezogen und vor allem immer vorurteilsgeleitet.  

In diesem Modul werden Aktivitäten durch reale oder virtuelle Hassgruppen untersucht, die in Thüringen aktiv sind. Hassgruppen sind in ihrem Verhalten von negativen Vorurteilen geleitet. Sie lehnen ganze Gruppen von Menschen aufgrund bestimmter unveränderlicher Merkmale (z.B. Herkunft oder Geschlecht) ab, diffamieren sie oder greifen sie an. Die Wirkungen auf die Betroffenen sind besonders schwerwiegend, da sie bloß wegen ihrer Gruppenmitgliedschaft abgewertet oder angegriffen werden, und es sie somit unverschuldet jederzeit wieder treffen könnte. Ziel dieses Moduls ist, unter Berücksichtigung internationaler wissenschaftlicher Befunde Hasskriminalität in Thüringen zu erforschen und zu dokumentieren.

Ansprechpartner

Dr. Daniel Geschke

Wissenschaftlicher Referent

Arbeitsschwerpunkte:
Hasskriminalität
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Kontakt:
Tel.: 03641/2719402
E-Mail: daniel.geschke@idz-jena.de

Schriftenreihe

Im vorliegenden Text werden auf Basis aktueller Befragungsdaten Ergebnisse der politischen Einstellungen von Geflüchteten und Personen in Deutschland verglichen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer Analyse der Determinanten des liberalen Demokratieverständnisses von Geflüchteten.

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Der Beitrag dokumentiert einen Auszug aus dem Abschlussplädoyer des Autors beim NSU-Prozess in München. Im NSU-Verfahren vertrat er die Geschwister von Abdurrahim Özüdoğru, der 2001 ermordet wurde, und die Tochter von Ismail Yaşar, den der NSU 2005 erschossen hatte. Es wird anhand von Erfahrungen insbesondere aus dem NSU-Kontext gezeigt, wie Rassismus und Diskriminierung den Zusammenhalt in der Gesellschaft in Frage stellen.

 

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Über den NSU wurde bereits viel geschrieben und publiziert. Doch häufig fehlt der Blick der Betroffenen, die Perspektive derjenigen, die zu Opfern der rassistischen Mordserie gemacht worden sind. Migrantische Perspektiven auf den NSU standen im Diskurs um den NSU-Komplex eher im Hintergrund.

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In diesem Beitrag wird der konzeptionelle Ansatz der Forschungsarbeit des IDZ vorgestellt. Die Zusammenhänge der Forschungsbereiche Protestereignisanalyse, Diskriminierung und Hassaktivitäten werden in einem neuen Modell zur Erklärung von vorurteilsgeleiteter Radikalisierung eingeführt. Des Weiteren erfolgt die Vorstellung zentraler Arbeitsbegriffe für die weitere Forschungsarbeit.

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In diesem Beitrag werden Hassaktivitäten als vorurteilsgeleitetes Handeln definiert und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Neben der Definition zentraler Konzepte wird auch die historische Entwicklung des Konzepts Hassverbrechen beschrieben. Die Verbreitung von Hassaktivitäten in Deutschland und Thüringen wird mittels verschiedener Statistiken dargestellt und Folgen für die Betroffenen werden erläutert.

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Der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei (FSU Jena), die Thüringer Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler, Katja Fiebiger (Mobit) und Dr. Matthias Quent (IDZ) diskutierten am 8. November 2016 im Jenaer Theaterhaus anlässlich einer Thügida-Demonstration am 9. November in Jena über die historische und zeitgenössische Bedeutung des 9. Novembers und den richtigen Umgang mit extrem rechten Provokationen. Im Folgenden wird der Diskussionsverlauf dokumentiert.

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