Rechte Radikalisierung in sozialen Netzwerken

Die Studie wird gefördert durch Facebook Deutschland.

Laufzeit: Dezember 2019 – Dezember 2020

Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle und die darauf folgenden Debatten geht ein neues einjähriges Forschungsprojekt 2020 am IDZ den Fragen nach, wo und wie Radikalisierungsprozesse im Netz verlaufen, welche insbesondere nichtintendierte Folgen das Deplatforming (d.h. der Ausschluss) von rechten Hassakteuren hat, wie Zivilgesellschaft, Medien, Politik und Pädagog*innen mit diesen Radikalisierungsverläufen und mit schweren politisch motivierten Gewalttaten sowie deren Begleitung in sozialen Netzwerken umgehen können. Erfahrungen und Empfehlungen zum Umgang mit Medien, wie dem Livevideo des Anschlags in Halle, welches zwar schnell von großen Netzwerken entfernt wurde, doch über kleinere Plattformen und über Direktnachrichten auch unter vielen Thüringer Jugendlichen kursiert, sind rar. Um diese Lücke zu schließen, entstehen zum einen einfach verständliche Aufklärungsmaterialien. Wie können solche mitunter traumatisierenden Ereignisse und Medien öffentlich, familiär und schulisch bearbeitet werden – wie kann die Würde der Opfer gewahrt und wie können negative Folgen und Nachahmungstaten verhindert werden? Zum anderen werden aktuelle Radikalisierungsdynamiken in sozialen Netzwerken erforscht, durch die die Gefahr von Rechtsextremismus und Gewalt wächst.

Ansprechpartner

Dr. Matthias Quent

Direktor

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Tel.: 03641 / 27 19 403
E-Mail: matthias.quent(at)idz-jena.de