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Nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und dem antisemitischen Anschlag in Halle in 2019 ist zu befürchten, dass sich die Serie rechtsterroristischer Angriffe in Deutschland fortsetzen wird. Zu diesem Ergebnis kommen die Autorinnen und Autoren des neuen Bandes der Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Buchvorstellung und Podiumsdiskussion am 31.01. im Theaterhaus Jena

Neues Factsheet des IDZ erklärt Hasskriminalität, liefert Zahlen und betrachtet folgende Details:

Das aktuelle Sonderheft des IDZ legt einen besonderen Fokus auf das Bundesland Thüringen. Es beschreibt die Wahrnehmungen der Thüringer*innen bezüglich Hate Speech im Internet und deren Auswirkung und beantwortet die folgenden Fragen: Wie viele der befragten Thüringer*innen haben Hasskommentare im Netz bereits wahrgenommen? Wie viele wurden selbst Opfer von Hass und Hetze? Was sind die Folgen von Online-Hasskommentaren für direkt Betroffene und die demokratische Debattenkultur insgesamt? Welche politischen Forderungen stellen Thüringer*innen für den Umgang mit Hasssprache im Internet?

Eine heute veröffentlichte Analyse des IDZ im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung zeigt, dass das viel zitierte wirtschaftliche „Abgehängtsein“ von Gemeinden und Regionen keinen Beitrag zur Erklärung des AfD-Wahlerfolgs bei der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober liefert. Stattdessen profitiert die AfD besonders von Demokra-tieverdrossenheit und rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Orientierungen. Die Autoren warnen vor einer Normalisierung rechtsradikaler Positionen.

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