Nachrichtenarchiv

Die "Thüringer Zustände" informieren über die aktuelle Situation des Rechtsextremismus, des Antisemitismus und Rassismus, der Abwertung, Diskriminierung und Hassgewalt im Freistaat Thüringen im Jahr 2021. In elf Beiträgen werden wissenschaftliche Analysen sowie Einschätzungen auf Grundlage zivilgesellschaftlicher Expertise und aus der Perspektive von Betroffenen vorgelegt.

In den ersten Kursanalysen beschäftigen wir uns mit den vielfältigen und langfristigen gesellschaftspolitischen Auswirkungen, die der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat. In der ersten Kurzanalyse „Krieg und Tech“ untersuchen Maik Fielitz und Marcel Jaspert (Projekt Neovex), wie digitale Plattformen auf den russischen Angriffskrieg reagieren. Hierbei stellen sie heraus, dass die getroffenen Maßnahmen eine Neuausrichtung der Moderationspraxis signalisieren, was sich auf zukünftige Konflikte auswirkt.

Dr. Janine Dieckmann, Markus Knospe und Marie Kaiser legen Situations- und Ressourcenanalyse für die Stadt Jena vor: Welche Gefährdungsquellen für die demokratische Kultur und Diskriminierungskontexte für gesellschaftlich marginalisierte Gruppen gibt es aktuell in Jena? Antworten und Handlungsempfehlungen gibt die Analyse, die als Grundlage für die Überarbeitung des „Jenaer Stadtprogramms gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Intoleranz“ dienen soll.

Insgesamt 212 antisemitische Vorfälle dokumentierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Thüringen (RIAS Thüringen) im Jahr 2021. Davon hatten 141 antisemitische Vorfälle einen Bezug zur Corona-Pandemie. Im Schnitt wurde damit an jedem zweiten Tag ein antisemitischer Vorfall in Thüringen dokumentiert. Auch Thüringer Juden und Jüdinnen berichten von vielfachen Antisemitismuserfahrungen im Freistaat.

Die Befragung ist inzwischen abgeschlossen. Wir danken den Teilnehmenden!

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