Stellenausschreibung für das Projekt "Thüringer Melde- und Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle"

Wir suchen vorbehaltlich der Finanzierung zum 01.09.2020 oder zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine*n wissenschaftliche*n Referent*in für das Projekt „Thüringer Melde- und Dokumentationsstelle für antisemitische Vorfälle“ mit einem Stundenumfang von voraussichtlich 40 Wochenstunden. Die Stelle ist langfristig geplant doch haushälterisch zunächst befristet bis zum 31.12.2020. Der Arbeitsort ist Jena.

Tätigkeitsprofil

  • Aufbau einer Dokumentations- und Meldestelle zur Erfassung, Dokumentation und Kategorisierung antisemitischer Vorfälle in Thüringen als Teil des Bundesverbands RIAS e.V.
  • Netzwerkarbeit: Aufbau und Pflege eines thüringenweiten Kooperationsnetzwerks mit verschiedenen Akteur*innen, insbesondere mit jüdischen Gemeinden/Organisationen sowie öffentlichen Einrichtungen und Behörden
  • Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Studien zu Antisemitismus
  • Verweisberatung für Betroffene von Antisemitismus
  • Öffentliche Repräsentation der Dokumentationsstelle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Zielgruppengerechte Aufbereitung und Verbreitung von Informationen und Ergebnissen, Organisation von Pressegesprächen und Pressekonferenzen, Online-Kommunikation

Anforderungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (M.A., Magister, Diplom) eines sozial- oder geisteswissenschaftlichen Studiengangs
  • Fundierte Kenntnisse antisemitischer Ideologeme, aktueller Ausdrucksweisen und Debatten
  • Kenntnisse über und Sensibilität für die Lebensrealität von Juden und Jüdinnen
  • Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung
  • Hohe kommunikative Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen in der Gesprächsführung und Motivation von unterschiedlichen Akteur*innen, Empathie und Sensibilität
  • Analysefähigkeit komplexer Sachverhalte und Schreibkompetenz
  • Sehr gute Organisationsfähigkeit, Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten
  • Gewandtes, sicheres Auftreten und Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Medien; Social-Media-Affinität erwünscht
  • Sprach- und Schreibfähigkeit in Englisch, hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität, Reisebereitschaft

Wünschenswert

  • Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Betroffenen von Antisemitismus/ Rassismus/ rechter Gewalt
  • Kenntnisse der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen und Maßnahmen zur Prävention von Rechtsextremismus und Antisemitismus in Thüringen, sowie des jüdischen Lebens in Ostdeutschland/Thüringen
  • Sprach- und Schreibfähigkeit in Russisch und/oder Hebräisch
  • Publikationen im Forschungsfeld

Wir bieten

  • Vielseitige Tätigkeit in einer Einrichtung für Forschung und wissenschaftliche Gesellschafts- und Politikberatung
  • Abwechslungsreiches Tätigkeitsumfeld
  • Einbindung in ein multidisziplinär, sowohl wissenschaftlich als auch anwendungsorientiert arbeitendes Team
  • Entlohnung je nach Qualifikation und Berufserfahrung in Anlehnung an den TV-L 13

Wir möchten besonders Personen mit enger persönlicher Verbindung zum Judentum zu einer Bewerbung ermutigen. Ebenso rufen wir besonders Personen aus gesellschaftlich marginalisierten Gruppen zu einer Bewerbung auf. Wir freuen uns über jede Bewerbung, unabhängig von Geschlechtsidentität, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung.
Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen (max. 2-seitiges Motivationsschreiben, Arbeitsproben, Referenzen, Lebenslauf, ausgewählte Zeugnisse) bitte bis zum 09.08.2020 ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei unter Angabe des frühestmöglichen Eintrittsdatums z.H. der Projektleiterin Anja Thiele an die Adresse: bewerbung@idz-jena.de.