Wissen schafft Demokratie 07/2020 - Kontinuitäten

Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus erleben seit einigen Jahren eine Konjunktur in Deutschland. Die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau sind der bisher brutalste Ausdruck einer zunehmenden Rechtsradikalisierung in Teilen der Gesellschaft. Doch die menschenverachtenden und antidemokratischen Einstellungen sind keineswegs neue Phänomene. Vielmehr wurzeln sie in einer langen Geschichte rechter Ideologien und menschenfeindlicher Ressentiments in Deutschland, die dem Nationalsozialismus vorausgingen, ihn überdauerten und bis heute in unterschiedlicher Form fortwirken.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes zeigen in einem breiten Spektrum die Kontinuitäten rechtsradikalen, rassistischen, antisemitischen, antiziganistischen, frauen- und homosexuellenfeindlichen Denkens und Handelns in Deutschland und Österreich auf. Immer wieder machen die Beiträge deutlich: Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem heutigen wiedererstarkenden Rechtsradikalismus und Antisemitismus und einer kontinuierlichen Abwehr der nationalsozialistischen Vergangenheit. Sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland und über alle gesellschaftlichen Bereiche wie Politik, Justiz, Kultur und Wissenschaft hinweg wurde eine fundamentale Aufarbeitung der Vergangenheit lange versäumt und die tagesaktuelle rechte Gewalt bagatellisiert. Der Sammelband erhellt die Leerstellen dieser Auseinandersetzung mit historischen, sozialwissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Perspektiven.


Die hier veröffentlichten Beiträge stehen unter dem Stichwort Kontinuitäten. Gefragt wird nach historischen Kontinuitäten von rechter Ideologie,...

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Am 8. Mai 2020 vor 75 Jahren besiegten die alliierten Streitkräfte die deutsche Wehrmacht und befreiten damit Europa von der antisemitischen,...

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Der vorliegende Beitrag setzt sich mit dem Antifeminismus aus historisch-vergleichender Perspektive auseinander. Es wird die These vertreten, dass es...

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Der vorliegende Artikel geht der Frage nach, wie Antisemitismus und Antifeminismus sich als moderne Ressentiments zueinander verhalten, welche...

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Der vorliegende Beitrag setzt sich mit der These auseinander, dass queere Jüd*innen aus den deutschen Erinnerungsnarrativen verdrängt wurden, weil sie...

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Der Beitrag arbeitet heraus, dass sich antisemitische Ressentiments in der DDR aus zweierlei ideologischen Quellen speisten: Zum einen war in der...

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Der vorliegende Beitrag vertritt die These, dass das Jahr 1945 für die Minderheit der Sint*eza und Rom*nija in Deutschland keinen signifikanten Bruch...

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Die Geschichte der Sinti und Roma erzählt die einer jahrhundertelangen Verfolgung. Nach 1945 endeten zwar die nationalsozialistischen Morde, doch die...

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Der Beitrag wirft die Frage auf, wie Kontinuitäten und Brüche von Rassismus und rechter Gewalt in der späten DDR und der ostdeutschen...

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Anlässlich der Umbenennung des Eisenberger Stadtfestes diskutiert der vorliegende Beitrag die Fremdbezeichnung „Mohr“ vor dem theoretischen...

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Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage nach der Kontinuität rechter Mobilisierung und rassistischer Gewalt nach 1945. Im Zentrum steht dabei...

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Der vorliegende Beitrag analysiert am Beispiel Österreich die Kontinuitäten extrem rechter Ideologien nach 1945. Der Grund für das Weiterwirken...

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Im Januar 1948 reichten CSU-Abgeordnete des Bayerischen Landtags den Antrag ein, das ehemalige Konzentrationslager Dachau als Umerziehungslager für...

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Eine Mehrheit der deutschen Ärzt*innen profitierte vom Nationalsozialismus, sehr viele waren in die Verbrechen involviert. Nur wenige leisteten...

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Der vorliegende Beitrag blickt aus rechts- und politikwissenschaftlicher Sicht auf das Konzept der ‚wehrhaften Demokratie‘. Dabei wird der Schwerpunkt...

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Der vorliegende Beitrag zeigt, dass der zentrale Konflikt des historischen „Historikerstreits“ aus der alten Bundesrepublik (BRD) um die Beurteilung...

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Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls erzählt eine Ausstellung der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main die Wende aus Betroffenenperspektive. Der...

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ISSN (Online-Ausgabe): 2512-9716

ISSN (Print-Ausgabe): 2512-9732

 

ISBN: 978-3-940878-51-9


Bestellung und Kontakt

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft

Talstr. 84
07743 Jena 

E-Mail: bestellung@idz-jena.de
Telefon: 03641 2719403


Impressum

Herausgeber:

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ)

Redaktion:

Anja Thiele

Unter Mitarbeit von:

Jana Hitziger, Dr. Janine Dieckmann, Franziska Hartung, Anja Klaßen, Marie-Theres Piening, Dr. Matthias Quent, Dr. Axel Salheiser, Anne Tahirovic, Dr. Daniel Geschke, Dagmar Weber

Verleger und Träger:

Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin


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