Anja Thiele

Kurzbeschreibung

Anja Thiele studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie und Kommunikationswissenschaft in Erfurt und Jena und war von 2015 bis 2018 Doktorandin am Europäischen Kolleg Jena „Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen“. In ihrem Promotionsprojekt erforscht sie die Auseinandersetzungen mit der Shoah in der Literatur der DDR.

Von 2016 bis 2018 arbeitete sie als Projektkoordinatorin im Jüdischen Kulturzentrum Ariowitsch-Haus e.V. Leipzig. In ihrer Tätigkeit dort und als Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Leipzig arbeitet sie mit politischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren im Bereich Antisemitismusprävention zusammen. Seit Januar 2019 ist sie als wissenschaftliche Referentin am IDZ u.a. am Aufbau des Standortes Jena im Rahmen des Instituts für gesellschaftlichen Zusammenhalt beteiligt.

    Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen

    • Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, insbesondere in Ostdeutschland
    • Antisemitismus
    • Deutsch-jüdische Ideengeschichte
    • Literatur/Kunst und Gesellschaftstheorie
    • Wissenstransfer

    Publikationen
    • Thiele, Anja (2018): Ambiguität und Paradoxie in Christoph Schlingensiefs Bitte liebt Österreich, in: Verena Krieger (Hrsg.): BrandSchutz. Aktuelle künstlerische Strategien gegen intolerante Mentalitäten. Weimar: Verlagsgruppe arts + science, S. 81 - 105.
    • Thiele, Anja (2018): Der Himmel geht über allen auf? Himmelsbilder als performativer Erfahrungsraum des Anderen und Eigenen in Graeme Millers Installation Beheld. In: Verena Krieger (Hrsg.): BrandSchutz. Aktuelle künstlerische Strategien gegen intolerante Mentalitäten. Weimar: Verlagsgruppe arts + science, S. 50 - 67.
    • Thiele, Anja (2017): „Wenn wir alles andere vergessen wollten, würden wir nie mehr zum Leben kommen“. Die literarische Auseinandersetzung mit (vererbten) Shoah-Traumata in der DDR am Beispiel Jurek Beckers. In: Freie Assoziation. Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie. 2:2017, S. 83-87.
    • Thiele, Anja (2016): „Welch Wort in die Kälte gerufen“ – eine Lyrikanthologie über die Shoah im Kontext der DDR-Erinnerungskultur. In: Medaon. Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 10:19, S. 1-15. Online verfügbar unter www.medaon.de/pdf/medaon_19_Thiele.pdf (22.01.2019)
    • Thiele, Anja (2015): Die Aura in der (Literatur-)Vermittlung. Die Inszenierung einer Faust-Ausgabe in der Ausstellung Lebensfluten – Tatensturm im Goethe-Nationalmuseum. In: Britta Hochkirchen uns Elke Kollar (Hrsg.): Zwischen Materialität und Ereignis. Literaturvermittlung in Ausstellungen, Museen und Archiven. Bielefeld: transcript, S. 137-154.
    Vorträge (Auswahl)

    2018

      • Jewish literary voices in East Germany
      • Repräsentationen der Shoah in der DDR-Literatur (Workshop)

         

        2017

        • Jewish memory of the holocaust in the GDR
        • Bruno Apitz, Martin Buber, Thomas Mann und das Alte Testament – Intertextualität in Fred Wanders „Der siebente Brunnen“
        • Jüdische Erinnerung an die Shoah in der DDR
        • Jewish memory of the holocaust in GDR fiction

           

          2016

          • Representation of the Holocaust in East German literature

            Anja Thiele

            Wissenschaftliche Referentin

            Arbeitsschwerpunkte:

            Antisemitismus, Wissenstransfer

            Kontakt: Tel.: 03641/ 27 17 573

            E-Mail: anja.thiele@idz-jena.de