Digitale Tagung "Hate not found?! Das Deplatforming der extremen Rechten und seine Folgen"

Online-Tagung mit Live-Stream

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Die digitale Tagung „Hate not found“ widmet sich der Frage, wie sich Einschränkungen im Zugang zu Social-Media Plattformen auf das Medienverhalten von rechtsextremen Hassgruppen auswirken. Gerade im Kontext von Corona zeigte sich, dass die Löschung von Konten transmediale Dynamiken auslöst, die sich auch auf das Protest- und Gewalthandeln der extremen Rechten auswirkt. Hierzu stellt ein Forschungsteam des IDZ einen Bericht mit neuen Befunden und Empfehlungen vor, die auf einer empirischen Untersuchung beruhen.

Auf der Grundlage des Berichts diskutieren internationale Expertinnen und Experten die Mechanismen und Wirkungsweisen des Deplatformings sowie innovative Umgangsweisen von rechtsextremer Seite. Die Keynote-Rede wird Prof. Cynthia Miller-Idriss halten und einen internationalen Blick auf die digitalen Sphären der extremen Rechten werfen. In einem weiteren Panel stehen Community-basierte Ansätze als Antwort auf rechtsextreme Einflüsse im Mittelpunkt. Abschließend erörtern wir gemeinsam mit der Justizministerin Christine Lambrecht die grundrechtlichen Dilemmata, die das Deplatforming mit sich bringt. Diese Debatten werden im größeren Kontext über die Grenzen der freien Meinungsäußerung und deren Durchsetzung kritisch diskutiert. In diesem Spannungsfeld vermittelt die Tagung neue Impulse für Politik, Zivilgesellschaft und den Betreiber von Social-Media-Plattformen im Umgang mit digitalen Ausprägungen des Rechtsextremismus.

Die Tagung wird in einem hybriden Format und mit Simultanübersetzung stattfinden und technisch umgesetzt vom Lokalsender ALEX Berlin. Durch das Programm führen wird Nhi Le. Es wird neben einem Live-Stream ein internes Forum geben, zu dem wir Forschende und Interessierte einladen, sich interaktiv mit den Konferenzteilnehmenden auszutauschen.

Die Anmeldung zur Tagung finden Sie hier.

 

The digital conference "Hate not found" tackles the question of how restrictions in access to social media platforms affect the media behavior of far-right hate groups. Especially in the context of the Corona crisis, the takedown of user accounts has caused cross-media dynamics that also affect manifestations of protest and violence on the far right. To this end, a research team from the IDZ presents a report with new findings and recommendations based on an empirical study.

Based on the report, international experts discuss the mechanisms and effects of deplatforming hate groups as well as innovative responses by the far right. The keynote speech will be delivered by Prof. Cynthia Miller-Idriss and will take an international look at the digital spheres of the far right. Another panel will focus on community-based approaches in response to far-right influences. Finally, together with the Federal Minister of Justice Christine Lambrecht, we will discuss the dilemmas that restrictions online entail for the fundamental rights of citizens. These debates will be critically discussed in the larger context of how to enforce the limits of free expression in democracies. In this sense, the conference will provide new resources for policy makers, civil society and the operators of social media platforms for dealing with digital manifestations of far-right extremism.

“Local broadcaster, ALEX Berlin, will manage the technical operations for this event, and Nhi Le will serve as its moderator.” In addition to a live stream, there will be an internal forum to which we invite researchers and interested persons to interact with the conference speakers.

To register, please follow this link.