Das Institut

Das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit“ ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung. Das Institut wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und hat im August 2016 in Jena die Arbeit aufgenommen. Aufgaben des Institutes sind der Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie die gemeinsame Entwicklung, Realisierung und Dissemination von Forschungsprojekten zur Förderung der demokratischen Kultur.

Neuigkeiten

Erneut ist beim Bundesverfassungsgericht der Versuch gescheitert, die rechtsextreme NPD zu verbieten. Damit wurde auch ein Schlussstrich unter die NPD-Verbotsdebatte gezogen. Zivilgesellschaftliche Initiativen und Wissenschaftler fordern nun gesteigertes Engagement gegen Rassismus, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus und deren Ursachen sowie ein Demokratiefördergesetz.

Der Historiker Prof. Dr. Norbert Frei, die Thüringer Bildungsstaatssekretärin Gabi Ohler, Katja Fiebiger von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen und Dr. Matthias Quent, Direktor des "Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft" (Amadeu Antonio Stiftung), diskutierten am 08. November 2016 im Jenaer Theaterhaus über die historische und zeitgenössische Bedeutung des 9. Novembers und den richtigen Umgang mit Provokationen von Rechtsaußen.

5 Jahre nach dem Öffentlichwerden des NSU: Neonazis rufen wieder zu Gewalt auf. Thüringer Forschungs- und Dokumentationsstelle gegen Menschenfeindlichkeit macht auf internationale Morddrohung gegen Thüringer Landtagsabgeordnete aufmerksam. Wissenschaftler warnen vor wachsender Gefahr durch rechten Terror.

IDZ in den Medien

Berliner Morgenpost / mit Matthias Quent

Berlin. Die jungen Männer klettern auf einer Leiter den hellen Stein des Brandenburger Tors hoch. Oben zünden sie Pyrotechnik, schwenken Fahnen und entrollen ein Banner. "Sichere Grenzen – Sichere Zukunft" steht dort in dicken schwarzen Buchstaben. Die Augustsonne scheint über Berlin, Passanten bleiben stehen, machen Fotos mit ihren Handys. Ein paar Hundert Meter entfernt feiert das Kanzleramt den "Tag der offenen Tür 2016". Schwerpunkt: Migration und Integration.

Thüringische Landeszeitung / mit Matthias Quent

Dr. Matthias Quent, Leiter des Institutes für Demokratie und Zivilgesellschaft, sieht noch Potenzial beim Fahndungsdruck auf führende Köpfe der rechtsextremen Szene. Das Institut für Demokratie- und Zivilgesellschaft arbeitet seit sechs Monaten in Jena. In der TLZ spricht Leiter Dr. Matthias Quent über die Gefährlichkeit der Thüringer Neonaziszene aber auch über linke Gewalt.

MDR aktuell / mit Matthias Quent

Interview mit Matthias Quent vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena zu den Kreuz-Aktionen neurechter Gruppen in Erfurt-Marbach. Das Institut forscht seit August 2016 zu Protestereignissen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Thüringen.

Publikationen & Schriftenreihe

Publikation vom

Warum das NPD-Verbot auch scheitern darf

Ein Verbot der rechtsextremen NPD ist nicht frei von Risiken: Teile ihrer heutigen Anhänger_innen könnten sich weiter radikalisieren, Ersatzorganisationen scheinen bereits gefunden zu sein. Matthias Quent führt aus, warum das NPD-Verbot auch scheitern darf.

Für die Grundbedingungen des Zusammenlebens in der modernen globalisierten Demokratie treten unter anderem das Thüringer Landesprogramm „Denk bunt“ und der „Lokale Aktionsplan“ im Saale-Holzland-Kreis (SHK) ein. In der Analyse werden diese Ressourcen als vor Ort aktive Entitäten des „hellen Deutschlands“ betrachtet. Anschließend wird kontrastiert, inwieweit diese Strukturen und Maßnahmen problemadäquat sind und durch welche Schritte die Qualität und Wirksamkeit demokratiefördernder Maßnahmen im SHK weiter gesteigert werden kann.

Die vorliegende Untersuchung für den SHK verbindet...

Veranstaltungen

6. April 2017: Eröffnung des IDZ & Vorstellung des 1. Bandes der Schriftenreihe „Wissen schafft Demokratie“ mit Inputs, Podiumsdebatte und Get-together

Veranstaltung vom

Die NSU Monologe

Dokumentarisches Theater mit Einführung und anschließender Diskussion

Nach 400 Aufführungen der Asyl-Monologe und Asyl-Dialoge erzählt die Bühne für Menschenrechte fünf Jahre nach dem Bekanntwerden des “Nationalsozialistischen Untergrunds” in den NSU-Monologen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU.

Dabei erzählen die NSU-Monologe nicht von namenlosen Opfern, sondern von Elif Kubaşık und Adile Şimşek und dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehemänner sowie von İsmail Yozgat und der Trauer um seinen Sohn.