Kontakt:
E-Mail: fabian.klinker(at)idz-jena.de
Forschungsvorhaben
Wer belastbare Forschungsdaten zu digitalen rechtsextremen und verschwörungsideologischen Akteur*innen erheben will, steht vor zahlreichen Herausforderungen: Die Recherche, Klassifizierung und Aufbereitung sind arbeitsintensiv, die Daten sensibel – und weil die rechtliche Grundlage oft unklar ist, tauschen Projekte Daten bisher kaum aus. Genau hier setzt das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Verbundprojekt „Community Data Sprints“ (Com-DS) an.
Projektziel
Ziel ist es, eine gemeinsame Dateninfrastruktur für die digitale Rechtsextremismusforschung zu entwickeln, zu erproben und dauerhaft bereitzustellen. Im Zentrum stehen dabei Transparenz, Nachhaltigkeit, Datenschutz und Datenethik.
Verbund
Koordiniert wird Com-DS von GESIS – Leibnitz-Institut für Sozialwissenschaften. Weitere Partner*innen im Verbund sind die Ludwigs-Maximilians-Universität München, die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Johannes Gutenberg Universität Mainz sowie das Hans-Bredow-Institut in Hamburg.
Teilprojekt am IDZ Jena
Das Team am IDZ arbeitet seit Projektstart im April 2025 am Aufbau kuratierter Datensätze für die AVERA-Datentreuhand – eine Plattform, über die Forschende sensible Daten rechtssicher teilen und gemeinsam nutzen können. Alle Daten werden sorgfältig geprüft, aktualisiert und nach wissenschaftlichen Kriterien klassifiziert. So entsteht eine fundierte und transparente Datengrundlage, die den Weg für kollaborative Forschung zu digitalen Dynamiken der extremen Rechten ebnet.