Die Entwicklung der extremen Rechten ist von Widersprüchen geprägt: Während sie in Deutschland den ländlichen Raum als Ort ursprünglicher Widerstandskraft gegen Modernisierung inszeniert, nutzt sie zugleich digitale und transnationale Kommunikationsräume strategisch. Für die Rechtsextremismusforschung bedeutet dies, diese Phänomene in ihren Zusammenhängen zu untersuchen, ohne sie in einem einzigen Erklärungsmodell aufzulösen. Die Beiträge des aktuellen Heftes greifen diese Herausforderung aus unterschiedlichen theoretischen und methodischen Perspektiven auf.

