Wissen schafft Demokratie 18/2025: Demokratiegefährdung online

Das Internet ist längst nicht mehr der Ort für demokratische Utopien, zu dem es in seinen frühen Tagen erklärt wurde, sondern ein aktiver Beschleuniger von Desinformation, Polarisierung und Extremismus – und zwar in doppelter Hinsicht: Zum einen werden demokratiegefährdende Einstellungen und Ideologien über digitale Plattformen sichtbar und wirkmächtig. Zum anderen untergraben auch die Funktionslogiken und technischen Neuerungen des Internets selbst demokratische Diskurse und geben Akteur*innen, die gegen die liberale Demokratie kämpfen, strukturelle Vorteile.

In zwölf Beiträgen betrachtet die vorliegende Ausgabe der Wissen schafft Demokratie (WsD) die vielschichtigen Facetten dieser Gefährdungslage. Dabei geraten neben klassischen politischen Arenen auch vermeintlich unpolitische Sozialräume wie Gaming-Szenen und religiöse Sondergemeinschaften in den Blick, die bislang oft unter dem Radar von Präventionsakteur*innen blieben. Die Autor*innen aus Wissenschaft und Praxis analysieren, wie Online-Plattformen und deren Kommunikationsinfrastrukturen für demokratiegefährdende Mobilisierung instrumentalisiert werden, welche Rolle hybride Influencer*innen spielen und wie sich neue rechtsextreme Jugendkulturen zwischen TikTok-Ästhetik und Straßenkrawall formieren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einsatz von (generativer) Künstlicher Intelligenz, die weit über bloße Täuschung hinaus eine strategische Ambivalenz erzeugt, welche das Vertrauen in die Wahrhaftigkeit von Informationen und Institutionen gleichermaßen erodieren lässt.

Jenseits von bloßem Alarmismus liefert der Band essenzielle Impulse, um dem digitalen Strukturwandel demokratisch, resilient und handlungsfähig zu begegnen.


Liebe Leserin, lieber Leser,

 

„Demokratiegefährdung online“ ist längst kein abstraktes Thema mehr, sondern eine reale Herausforderung, die unsere…

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Desinformation durch manipulative Akteur*innen, Verschwörungstheorien, die viral gehen, mit KI erstellte Bilder, die täuschend echt aussehen, und…

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Die Verbreitung digitaler Desinformationen wurde in der Vergangenheit häufig herangezogen, um Wahlerfolge populistischer Politiker*innen und Parteien…

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Das Internet hat sich von einem zunächst als egalisierend verstandenen Medium zu einem fragmentierten Raum mit sinkender Diskursqualität entwickelt.…

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Während zu Beginn des Jahres 2024 noch große Befürchtungen über die Auswirkungen von KI-generierter Desinformation auf Wahlprozesse dominierten, zeigt…

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Die Frage der Demokratiegefährdung durch Social-Media-Kommunikation wurde bisher vor allem mit Blick auf Rechtsextremismus, Fake News und…

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Religiöse Sondergemeinschaften (oftmals als „Sekten“ bezeichnet) haben mittlerweile im Internet und vor allem auf Social Media eine breite Präsenz…

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Digitale Spiele fungieren nicht nur als Unterhaltungsmedien, sondern auch als wirkmächtige Räume politischer Sozialisation – teils im Dienst…

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Der Beitrag beschreibt einen neuen Zugang zum Verständnis journalistischer Social-Media-Beiträge und der daran anschließenden Nutzer*innen-Kommentare.…

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Kurzzusammenfassungen aus den IDZ-Bereichen „Digitale Konfliktforschung“, „Diversität, Engagement & Diskriminierung“ sowie „Rechtsextremismusforschung…

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ISSN (Online): 2512-9716

ISSN (Print): 2512-9732


Impressum

Herausgeber:

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ)

Redaktion:

Maik Fielitz, Matthias Heider, Franziska Martini & Susanne Haldrich

Unter Mitarbeit von:

Mona Gusinde & Josina Hessentaler

Verleger und Träger:

Amadeu Antonio Stiftung, Novalisstraße 12, 10115 Berlin

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