Aktuelle Publikation: Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" zum Schwerpunkt "Ländlicher Raum"

Neuigkeiten

Das aktuelle Sonderheft des IDZ legt einen besonderen Fokus auf das Bundesland Thüringen. Es beschreibt die Wahrnehmungen der Thüringer*innen bezüglich Hate Speech im Internet und deren Auswirkung und beantwortet die folgenden Fragen: Wie viele der befragten Thüringer*innen haben Hasskommentare im Netz bereits wahrgenommen? Wie viele wurden selbst Opfer von Hass und Hetze? Was sind die Folgen von Online-Hasskommentaren für direkt Betroffene und die demokratische Debattenkultur insgesamt? Welche politischen Forderungen stellen Thüringer*innen für den Umgang mit Hasssprache im Internet?

Eine heute veröffentlichte Analyse des IDZ im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung zeigt, dass das viel zitierte wirtschaftliche „Abgehängtsein“ von Gemeinden und Regionen keinen Beitrag zur Erklärung des AfD-Wahlerfolgs bei der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober liefert. Stattdessen profitiert die AfD besonders von Demokra-tieverdrossenheit und rassistischen bzw. fremdenfeindlichen Orientierungen. Die Autoren warnen vor einer Normalisierung rechtsradikaler Positionen.

Im Vorfeld der Thüringer Landtagswahl hat das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena zusammen mit Partner*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft am Dienstag in Erfurt die Ergebnisse neuer Untersuchungen zur politischen Kultur mit einem Schwerpunkt auf dem Rechtsruck in Thüringen vorgestellt.

Das Institut

Das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit“ ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung. Das Institut wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und hat im August 2016 in Jena die Arbeit aufgenommen. Aufgaben des Institutes sind der Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie die gemeinsame Entwicklung, Realisierung und Dissemination von Forschungsprojekten zur Förderung der demokratischen Kultur.

IDZ in den Medien

SWR2/ mit Matthias Quent

Der schwäbische Verlag bietet Rechtspopulisten eine Plattform und sät Zweifel an Demokratie und Aufklärung. Ein rentables Geschäftsmodell.

Deutsches Ärzteblatt/ mit Janine Dieckmann

Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena will gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe die Diskriminierung von Menschen mit HIV erforschen. In dem Pro­jekt sei unter anderem herauszuarbeiten, ob HIV-positive Men­schen etwa im Ge­sund­heits­wesen oder Arbeitsleben schlechter behandelt würden als Men­schen ohne das Virus, sagte die stellvertretende Direktorin des IDZ, Janine Dieckmann.

Süddeutsche Zeitung/ mit Janine Dieckmann

Gemeinsam mit der Deutschen Aidshilfe hat sich das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena die Diskriminierung von HIV-Kranken zur Forschungsaufgabe gemacht. In dem Projekt sei unter anderem herauszuarbeiten, ob HIV-positive Menschen etwa im Gesundheitswesen oder Arbeitsleben schlechter behandelt würden als Menschen ohne das Virus, sagte die stellvertretende Direktorin des IDZ, Janine Dieckmann.

Publikationen & Schriftenreihe

Oktober 2019: Zwei Menschen werden bei einem Terroranschlag auf eine Synagoge und einen jüdischen Friedhof in Halle ermordet – ermordet von einem rechtsextremen Täter, der in einem internationalen rechtsextremistischen digitalen Netzwerk aktiv war. Er ist damit Teil einer weltweiten Szene, die sich in Online-Boards trifft und antisemitische Verschwörungsideologien propagiert, die u. a. mit Antifeminismus und Rassismus verschränkt sind. Der Täter veröffentlichte im Internet einen Livestream seiner Tat und teilte seine Anleitungen zum Bau von Waffen. Anschläge dieser Art sind die Spitze des...

Publikation vom

Rechtsradikale Landnahme

Analyse des AfD-Wahlerfolgs zur Landtagswahl 2019 in den Thüringer Gemeinden

 

Publikation vom

Es gibt nur einen Rand – und der ist rechts

Eine Analyse von Matthias Quent im digitalen Magazin Republik

Erst Sachsen und Brandenburg, jetzt Thüringen. Seit Sonntag ist die AfD in drei ostdeutschen Bundes­ländern zweitstärkste Kraft. Eine Zäsur, nicht nur für die Politik im Osten. Was nun?

„Gott segne Euch“ – so lautete der Verwendungszweck der Spende des Neonazis Stephan E., mutmaßlicher Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübke, im Jahr 2016 für den Wahlkampf der AfD Thüringen.1 Mit seiner Sympathie für den besonders radikalen Landesverband ist Ernst in der extremen Rechten keineswegs allein. Immer wieder zeigten Kader der Thüringer Neonazi-Szene, wie Thorsten Heise oder Tommy Frenck, in der Vergangenheit in Interviews und Facebook-Posts unverhohlen ihre Sympathien für die AfD. Die AfD hat geschafft, was keiner anderen rechtsradikalen Partei

in der Geschichte der...

Im Vorfeld der Thüringer Landtagswahl am 27. Oktober 2019 hat das IDZ durch das Befragungsinstitut YouGov eine repräsentative Befragung im Internet (Websurvey) durchführen lassen. Befragt wurden dabei 503 wahlberechtigte Thüringer*innen zu ihrer Wahlabsicht und Präferenz einer Regierungskoalition, zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Problemen, zu Herausforderungen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in unserem Land und zum

bürgerlichen Engagement. Der Websurvey fand zwischen dem 2. und 12. September 2019 statt – also unmittelbar im Anschluss an die Landtagswahlen in Sachsen und...

Veranstaltungen und Termine


Blühende Landschaften für alle?

Zwischen Subkultur und Solidarität: Alternative Lebensentwürfe in der DDR und heute