Aktuelle Publikation: Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" zum Schwerpunkt "Ländlicher Raum"

Neuigkeiten

Welche Erfahrungen haben Bürger*innen mit Hate Speech und wie sind ihre Einstellungen zu Hassrede im Internet? Um das zu erfassen, wurde im Auftrag von Campact e.V., durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut YouGov und ausgewertet vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) im April und Mai 2019 die bisher größte deutsche repräsentative Online-Befragung mit 7.349 Teilnehmenden im Alter zwischen 18 und 95 Jahren realisiert.

20.07.2019, 17 Uhr, Volksbad Jena

Emotional, vielschichtig, empathisch und mit klarer Haltung schreibt Marcus Wiebusch – gefeierter Songwriter und Sänger der Hamburger Band Kettcar – seine Texte. Welche Ideen über Gesellschaft, Kunst, Politik und Verantwortung stehen hinter bekannten Liedern wie „Der Tag wird kommen“, „Sommer `89“ oder „Wagenburg“?

Bevor Marcus Wiebusch mit seiner Band bei der Kulturarena auf der Bühne steht, spricht er mit dem Publikum, mit Jonas Zipf (JenaKultur), Romy Arnold (Mobit e.V.) & Matthias Quent (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) darüber und über den...

In diesem Jahr finden in Thüringen Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen statt und die Bundesrepublik feiert den 70. Geburtstag des Grundgesetzes. Dessen zentrale Werte, wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde sowie die Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit, werden heute wieder offen in Frage gestellt. Dies geschieht unter anderem durch menschenfeindliche Einstellungen, die neue Qualität der Unterstützung für rechtsradikale Parteien, Hass im Netz, die hohe Zahl neonazistischer Demonstrationen und Veranstaltungen, wie zum Beispiel Rechtsrockkonzerte und die in 2018 für Thüringen nochmals...

Das Institut

Das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit“ ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung. Das Institut wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und hat im August 2016 in Jena die Arbeit aufgenommen. Aufgaben des Institutes sind der Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie die gemeinsame Entwicklung, Realisierung und Dissemination von Forschungsprojekten zur Förderung der demokratischen Kultur.

IDZ in den Medien

MDR/ mit Daniel Geschke

Der designierte Görlitzer Oberbürgermeister, Octavian Ursu (CDU) ist Ziel von heftigen Attacken in sozialen Netzwerken. Der Staatsschutz ermittelte allein in jüngster Vergangenheit in drei Verfahren.

Medienmeldung vom

Hass und Gewaltaufrufe im Netz

MDR/ mit Daniel Geschke

In den sozialen Medien werden gerade Politiker immer wieder massiv angegriffen. Auch der ermordete Walter Lübcke war Opfer solcher Hetze. Wie reagiert jemand, der mit seinen eigenen Hassposts konfrontiert wird?

Medienmeldung vom

Wer steckt hinter den Hasspostern?

MDR/ mit Daniel Geschke

Er wünscht einem Richter, dass dessen Kinder "dran glauben müssen" und hetzt gegen Politiker. "MDR-exakt" hat einen Mann aufgesucht, der Drohungen unter seinem Klarnamen auf Facebook ausspricht und gefragt: Warum tut er das?

Publikationen & Schriftenreihe

Publikation vom

IDZ-Insights 02/2019

Newsletter des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft

Thüringen nimmt erst seit Inkrafttreten des "Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher" im November 2015 regelmäßig unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf. Im Freistaat musste innerhalb kürzester Zeit die dafür notwendige Infrastruktur aufgebaut werden, um Kinderrechte zu wahren und den vorgeschriebenen gesetzlichen Schutz von umF zu gewährleisten. Die UN-Kinderrechtskonvention, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert, garantiert allen Kindern die gleichen Rechte, dazu gehören das Recht auf Bildung, das Recht gesund...

Publikation vom

Noch schlimmer als gedacht

Ein Gastbeitrag von Matthias Quent bei Spiegel Online vom 04.04.2019

Gewalt gegen Minderheiten wird in Deutschland massiv unterschätzt: Neue Zahlen des Bundeskriminalamts und der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt zeigen das erschütternde Ausmaß.

Publikation vom

Die Eiskälte der völkischen Ideologie

Ein Gastbeitrag von Matthias Quent im Tagesspiegel vom 24.03.2019

Der Anschlag von Christchurch offenbart, dass sich die rassistische Ideologie global erneuert hat. Sie gedeiht in rechten Subkulturen.

von Dr. Axel Salheiser

„Rechtspopulismus“ kann als eine Strategie der Selbstinszenierung, der diskursiven Landnahme und der Herstellung gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit verstanden werden. Diesem Verständnis nach wäre „der Rechtspopulismus“ keine von „dem Rechtsextremismus“ abgrenzbare politische Ideologie, Bewegung oder Parteienkategorie (Bischoff et al. 2015). Die begriffliche Unterscheidung zwischen „rechtspopulistischen“ und „rechtsextremen“ Parteien oder Bewegungen suggeriert, dass die mit dem „Rechtspopulismus“ assoziierten politischen Entwicklungen keine schwerwiegenden...