Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" zum Schwerpunkt "Gewalt gegen Minderheiten"

Neuigkeiten

Nachricht vom

Call for Papers: Kontinuitäten

Band 7 der Schriftenreihe Wissen schafft Demokratie

Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus erleben spätestens seit dem Anstieg der Fluchtmigration im Jahr 2015 eine Konjunktur. Doch nationalistisches und rechtsradikales Denken sind kein Resultat der „Flüchtlingskrise“, sondern haben ihre Wurzeln in einer langen Tradition rechter Ideologie in Deutschland, die den Nationalsozialismus überdauert hat und bis heute fortwirkt

Nachricht vom

Podcast: Hasskriminalität

Im Rahmen der Fachtagung “Gewalt gegen Minderheiten: Internationale Perspektiven und Strategien zum Umgang mit Hasskriminalität” ist ein Podcast entstanden. Er geht verständlich und tiefgründig den Fragen nach: Was steckt hinter dem Begriff "Hasskriminalität"? Welche Rolle spielt er im deutschen Strafrecht? Welche Auswirkungen hat Hasskriminalität auf die Betroffenen? Und wie können gesellschaftlich stigmatisierte und dadurch besonders gefährdete Gruppen gestärkt werden?

„Gewalt gegen Minderheiten“ ist der Schwerpunkt eines neuen Buches, welches das Jenaer Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) am Montag veröffentlicht hat. Der Band versammelt 13 Artikel von deutschen, britischen und kanadischen Autorinnen und Autoren. Neben wissenschaftlichen Studienergebnissen werden auch der polizeiliche und zivilgesellschaftliche Umgang mit rechter Gewalt und Hasskriminalität diskutiert.

Das Institut

Das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit“ ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Trägerschaft der Amadeu Antonio Stiftung. Das Institut wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit und hat im August 2016 in Jena die Arbeit aufgenommen. Aufgaben des Institutes sind der Erkenntnistransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft sowie die gemeinsame Entwicklung, Realisierung und Dissemination von Forschungsprojekten zur Förderung der demokratischen Kultur.

IDZ in den Medien

Medienmeldung vom

Grüner Garten, brauner Boden

Kontraste/ mit Matthias Quent

Die Siedler der "Anastasia"-Bewegung sehen aus wie Öko-Aussteiger, doch bei so manchem verbirgt sich hinter der grünen Fassade eine völkische, braune Ideologie. In Deutschland hat die Bewegung ca. 800 Anhänger, die sich in ländlichen Regionen ausbreiten. Die Anführer pflegen Kontakte zu Reichsbürgern, Holocaust-Leugnern und Anhängern der Identitären Bewegung.

Medienmeldung vom

Rechte Netzwerke - Gefahr im Verzug?

tagesschau/ mit Matthias Quent

Rechtes Gedankengut in Chatgruppen - damit beschäftigen sich Justiz und Politik. Sie versuchen herauszufinden, wie real die Gefahr von Gruppen wie "Nordkreuz" ist.

watson/ mit Matthias Quent

Dutzende Schusswaffen, kiloweise Munition. Dazu Nazi-Devotionalien und gut 100.000 Euro Cash. All das hat die Polizei in der vergangenen Woche aus einer Wohnung in Hannover geräumt. Hinweise auf einen politischen Hintergrund wollen Polizei und Staatsanwaltschaft nicht erkennen, dafür werden sie nun kritisiert. Unterschätzen die Behörden die Gefahr durch bewaffnete Rechtsextreme?

Publikationen & Schriftenreihe

Publikation vom

Noch schlimmer als gedacht

Ein Gastbeitrag von Matthias Quent bei Spiegel Online vom 04.04.2019

Gewalt gegen Minderheiten wird in Deutschland massiv unterschätzt: Neue Zahlen des Bundeskriminalamts und der Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt zeigen das erschütternde Ausmaß.

Publikation vom

Die Eiskälte der völkischen Ideologie

Ein Gastbeitrag von Matthias Quent im Tagesspiegel vom 24.03.2019

Der Anschlag von Christchurch offenbart, dass sich die rassistische Ideologie global erneuert hat. Sie gedeiht in rechten Subkulturen.

 

 

von Dr. Axel Salheiser

„Rechtspopulismus“ kann als eine Strategie der Selbstinszenierung, der diskursiven Landnahme und der Herstellung gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit verstanden werden. Diesem Verständnis nach wäre „der Rechtspopulismus“ keine von „dem Rechtsextremismus“ abgrenzbare politische Ideologie, Bewegung oder Parteienkategorie (Bischoff et al. 2015). Die begriffliche Unterscheidung zwischen „rechtspopulistischen“ und „rechtsextremen“ Parteien oder Bewegungen suggeriert, dass die mit dem „Rechtspopulismus“ assoziierten politischen Entwicklungen keine schwerwiegenden...

Publikation vom

IDZ-Insigths 01/2019

Newsletter des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft

Ziel dieses partizipativen Kooperationsprojekts war die Erstellung einer Situations- und Bedarfsanalyse für LSBTTIQ* in Thüringen. Die strukturellen Kontexte des Lebens von LSBTTIQ* in Thüringen wurden untersucht. Thüringer Kommunalverwaltungen, Gleichstellungsbeauftragte und Standesämter berichteten mittels standardisierten Fragebogens über das institutionalisierte Wissen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, die Sensibilität von Verantwortungsträger_innen für die Situation und Bedarfe von LSBTTIQ*, die existierenden Beratungsangebote, Initiativen und Projekte für LSBTTIQ* sowie über...