Fachtag des FGZ-Projektes "Allyship"
BOOK TALK: Viktoria Kamuf im Gespräch mit Autor Stefan Wellgraf
Nachholtermin: BOOK TALK mit Veronika Kracher
Foyergespräch im Deutschen Nationaltheater Weimar
RIAS Thüringen dokumentierte während des Bundesparteitags der Alternative für Deutschland (AfD) am 4. und 5. Juli 2026 zahlreiche antisemitische Vorfälle. Auch am eigenen Infostand kam es zu massiven Anfeindungen und bedrohlichen Situationen mit Demonstrierenden.
Rechtsextreme Positionen sind 2025 sichtbarer, sagbarer und alltäglicher geworden. Der bereits im Vorjahr – insb. unter Jugendlichen – beobachtete Rechtsruck hat sich fortgesetzt. Gleichzeitig geraten Organisationen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen, immer stärker unter Druck. Durch politische Angriffe und gezielte Delegitimierung werden wichtige demokratische Strukturen geschwächt. In 12 Beiträgen liefern die Thüringer Zustände Analysen zu Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Abwertung, Diskriminierung und Hassgewalt.
Für den 21. Band der IDZ-Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" (WsD) werden Beiträge gesucht, die sich dem Verhältnis von Jugend und Demokratie im Kontext digitaler Öffentlichkeiten widmen. Im Fokus stehen u.a. digitale Radikalisierung, Plattformlogiken, Jugendkulturen, Präventionsarbeit, Kinder- und Jugendmedienschutz sowie zivilgesellschaftliche Gegenstrategien. Eingeladen sind interessierte Autor*innen aller Disziplinen. Frist für die Einreichung von Abstracts: 31. August 2026, Einreichungen an: wsd@idz-jena.de. Weitere Informationen finden sich im Call for Papers. Wir freuen uns über…
In der aktuellen Ausgabe widmet sich das Team von Machine Against the Rage den Fragen: Wie verbreiten sich antisemitische Inhalte? Welche Rolle spielen die Epstein-Files in verschwörungsideologischen Milieus? Und warum geht die Debatte um digitale Zensur oft am Kern des Problems vorbei?
Das Programm ‚Demokratie leben!‘ des BMBFSFJ überarbeitet seine Förderrichtlinien. Dabei könnten einige Projekte der politischen Bildung in ihrer bisherigen Form nicht weiter gefördert werden, während die Förderung stärker auf Einrichtungen wie Vereine oder Schulen ausgerichtet wird. Forschende des FGZ arbeiten mit einigen der Projekte zusammen, die von Mittelkürzungen betroffen sein könnten. In "Zusammenhalt kommentiert #demokratieleben" teilen Wissenschaftler*innen des FGZ ihre Perspektive auf diese Entwicklung.
Das Forschungsprojekt "Ökologische Transformation und antidemokratische Krisenmobilisierung" sucht ab dem 1. Juli 2026 wissenschaftliche Unterstützung. Die Stelle ist an TV-L EG 13 angelehnt, beträgt 35 Wochenstunden und ist bis zum 31. Mai 2029 befristet. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2026.
Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit dem Ziel, die demokratische Kultur und Zivilgesellschaft in Thüringen und darüber hinaus zu stärken.
Zentrale Aufgabe des Instituts ist es, Wissenslücken über demokratiefeindliche und -gefährdende Phänomene, Strukturen und Bewegungen zu identifizieren und durch wissenschaftliche Untersuchungen zu schließen. Das IDZ begreift sich als Ort der öffentlichen Sozialforschung, in dem der Erkenntnisgewinn und -transfer zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik einen zentralen Platz einnimmt.
Das 2016 gegründete Institut befindet sich in Trägerschaft der Amadeu-Antonio-Stiftung und wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Seit dem 01. Juni 2020 ist das IDZ zudem einer von bundesweit elf Standorten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).
Lora Radio /mit Maik Fielitz
Maik Fielitz sprach auf der Tagung "Das neue Wir!? Gemeinschaftsbildung durch Digitalisierung" über Grundlagen der Gruppenbildung im Netz, den Auswirkungen fast nicht vorhandener Moderation der Plattformen und der Rolle der Algorithmen. In einem zusätzlichen Interview gibt er einen Ausblick auf die eventuellen Auswirkungen von Social Media auf den Ausgang der Wahlen im September.
mena-watch /mit Timo Galki
Im Gespräch mit Elisa Mercier ordnet Timo Galki die antisemitischen Vorfälle beim Protest gegen den AfD-Parteitag in Erfurt ein und spricht über Antisemitismus in Teilen der Linken.
Junge World /mit Timo Galki
Antizionistische Gruppen, die antisemitischen Terror verherrlichen und zum Krieg gegen Israel aufrufen, versuchen vielerorts linke Strukturen zu übernehmen. Sie gehen dabei mit Einschüchterungen und Drohungen bis hin zu physischer Gewalt vor.
Jungle World /mit Timo Galki
Zehntausende demonstrierten am Samstag gegen den Parteitag der rechtsextremen AfD. Die Blockadeversuche des Bündnisses Widersetzen scheiterten. Während der Proteste wurde auch der Stand der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus bedroht. RIAS Projektleiter Timo Galki spricht über die Bedrohungssituationen in Erfurt.
Im Rahmen des Projekts wurden gemeinsam mit Expert*innen innovative Testing-Konzepte entwickelt, erprobt und wissenschaftlich umgesetzt, um Diskriminierung im digitalen Handel und Dienstleistungssektor sichtbar zu machen. Die Ergebnisse aus zwei Teilstudien zeigen: Ältere Menschen werden bei Online-Kfz-Versicherungen finanziell benachteiligt, während nicht-binäre Menschen im Onlinehandel durch verpflichtende Geschlechtsabfragen und geschlechtsbezogene Kommunikation strukturell diskriminiert werden.
Trotz deutlichem Vorsprung für Amtsinhaber Marko Wolfram (SPD) ist sein Sieg in der Stichwahl am 21. Juni 2026 gegen den AfD-Kandidaten Thomas Benninghaus keineswegs sicher: Das Mobilisierungspotenzial der AfD bleibt hoch. Entscheidend wird unter anderem sein, wie sich die Stimmen des ausgeschiedenen parteilosen Kandidaten Prof. Dr. Wolfgang Wehr verteilen und ob demokratische Mobilisierung gelingt.
Das FGZ-Projektteam „ÖTAK“ untersuchte klimaschutzablehnende und desinformative Narrative in der Schlussphase des Bundestagswahlkampfs 2025. Die Analyse zeigt, wie Parteien und Politiker*innen solche Narrative verbreiteten und damit den späteren klimapolitischen Kurswechsel bereits im Wahlkampf vorbereiteten.
Untersucht werden in Beiträgen von Maximilian Pichl, Anna Fend, Matthias Quent & Christian Stein, Michael Krell & Paul Nguyễn, Aljoscha Jegodtka & Sebastian Bornemann, Brit Engelke & Bernd Belina sowie Martin Hauff werden u. a. Social-Media-Radikalisierung, Rechtsstaatsverständnisse der Neuen Rechten, Gedenken an Todesopfer rechter Gewalt und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bei Studierenden der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik. Die ZRex erscheint im Open Access und als Printausgabe im Verlag Barbara Budrich, alle Heft sind im Open Access abrufbar.