"Deine Erfahrung zählt!" - Start der bundesweiten Online-Befragung zu sekundärer Viktimisierung durch Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden

Heute startete die bundesweite, quantitative Befragung zu Erfahrungen von Betroffenen rechter, rassistischer, antisemitischer und sexualisierter Gewalt mit Kontakt zu Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden. Mit der Studie untersuchen wir das Phänomen der sekundären Viktimisierung von Betroffenen im Rahmen von Ermittlungs- und Strafverfahren.

Was ist sekundäre Viktimisierung?

Als sekundäre Viktimisierung wird eine erneute Opferwerdung durch Fehlreaktionen beteiligter Akteur:innen bezeichnet. Beispielsweise, wenn Ermittler:innen bei Verletzten und Opferzeug:innen eine Mitschuld an einer Tat konstruieren. Dadurch können die negativen Auswirkungen der primären Viktimisierung der Betroffenen durch die eigentliche Gewalttat zusätzlich verstärkt werden.

Warum führen wir die Studie durch?

Zum Phänomen der sekundären Viktimisierung fehlen aktuell konkrete Zahlen und Erkenntnisse. Mit der Studie wollen wir diese offensichtliche Lücke schließen - in der Hoffnung dazu beizutragen, Betroffene in Zukunft besser zu schützen.

Studienteilnahme!

Sie möchten an der Studie teilnehmen, dann geht es hier direkt zur Online-Befragung → Online-Befragung

Der Online-Fragebogen steht in 10 Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Französisch, Englisch, Kurdisch, Vietnamesisch, Serbisch, Arabisch, Persisch, Tigrinya und Türkisch.

Aufruf zur Teilnahme!

Sie kennen Betroffene, die Sie auf die Studie aufmerksam machen möchten, dann finden Sie hier den → Aufruf zur Teilnahme

Wenn Sie auf die Umfrage aufmerksam machen wollen, können Sie gerne unser Kampagnenmaterial: Sharepics, Videos und Aushänge nutzen → Kampagnenmaterial

Weitere Informationen

Ausführlichere Informationen zur Studie können Sie der Pressemitteilung zum Start der Online-Befragung "Deine Erfahrung zählt!" und der Internetseite zum Forschungsprojekt entnehmen.

Durchgeführt wird die Studie in Kooperation mit der Thüringer Opferberatungsstelle ezra und dem bundesweiten Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG e.V.). Die Ergebnisse der Studie werden im Rahmen einer Broschüre sowie als Fachvorträge veröffentlicht.