Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Das Erstarken der extremen Rechten, gesellschaftliche Polarisierung und Angriffe auf die offene, demokratische Gesellschaft stellen Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vor große Herausforderungen. Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) Jena untersucht diese Entwicklungen, fragt nach ihren Ursachen und Folgen und bereitet Forschungsergebnisse für die gesellschaftliche Debatte auf.
An diesem Abend erhalten Sie Einblicke in die aktuelle Forschung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft: In kurzen Impulsvorträgen zeigen Wissenschaftler*innen, woran sie forschen und welche Erkenntnisse sich daraus für Thüringen und darüber hinaus ergeben. Sie erfahren, wie sich der Einfluss der extremen Rechten auf Gesellschaft und Demokratie auswirkt, was die Aufarbeitung des NSU-Komplexes zeigt, wie Forschung zu Rechtsextremismus Wissen für Politik und Zivilgesellschaft bereitstellt und wie demokratische Kultur und Teilhabe – insbesondere im ländlichen Raum – gestärkt werden können.
Ergänzt wird das Programm durch zwei Impulsvorträge mit Fokus auf die 1990er-Jahre in Jena: Pia Boller von der Ernst-Abbe-Hochschule spricht über den (fehlenden) Opferschutz in der Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen in Jena-Winzerla. Leonie Dellen, aktuelle Rosenthal-Stipendiatin der Stadt Jena, widmet sich der rechten Gewalt in Jena und der Frage, wie sie damals wahrgenommen und eingeordnet wurde.
Infostand
Am Infostand können Sie mit den Forschenden des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft ins Gespräch kommen, Fragen stellen sowie Handreichungen, Studien und weitere Informationsmaterialien kennenlernen. Auch die Professur Theorie und Geschichte Sozialer Arbeit und Kinder- und Jugendhilfe der Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist im Stadtlab mit einem Infostand vertreten.
Kurzvorträge
18.00 Uhr | 20.30 Uhr | 22.00 Uhr
Staatliche Aufarbeitung des NSU-Komplexes: Ergebnisse, Defizite, Perspektiven
Axel Salheiser | IDZ-Projekt: Auswertung der Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse zum NSU-Komplex
18.30 Uhr
Forschung zu Rechtsextremismus: Wie Wissenschaft und Praxis voneinander lernen
Cynthia Freund-Möller & Matthias Meyer | IDZ-Projekt: Wissensnetzwerk Rechtsextremismusforschung
19.00 Uhr | 21.30 Uhr
N.N.
19.30 Uhr
Demokratie vor Ort stärken: Engagement und Vielfalt im ländlichen Thüringen
Johanna Treidl & Friederike Holbein | IDZ-Projekt: Diversitätsorientierte Demokratiearbeit im ländlichen Raum Thüringens
20.00 Uhr
Übersehene Stimmen? Zum (fehlenden) Opferschutz in der akzeptierenden Jugendarbeit mit rechtsextremen Jugendlichen in Jena-Winzerla der 1990er-Jahre
Pia Boller | Ernst-Abbe-Hochschule Jena, Professur: Theorie und Geschichte Sozialer Arbeit und Kinder- und Jugendhilfe
20.30 Uhr
Staatliche Aufarbeitung des NSU-Komplexes: Ergebnisse, Defizite, Perspektiven
Axel Salheiser | IDZ-Projekt: Auswertung der Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse zum NSU-Komplex
21.00 Uhr
Rechte Gewalt in Jena in den 1990er-Jahren. Historische Rekonstruktion lokaler Deutungsmuster in der Jugendsozialarbeit aus rassismuskritischer Perspektive
Leonie Dellen | Rosenthal-Stipendiatin der Stadt Jena
21.30 Uhr
N.N.
22.00 Uhr
Staatliche Aufarbeitung des NSU-Komplexes: Ergebnisse, Defizite, Perspektiven
Axel Salheiser | IDZ-Projekt: Auswertung der Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse zum NSU-Komplex
Eintritt
Mit einem Ticket zur Langen Nacht der Wissenschaft 2026 in Jena können Sie die Veranstaltung besuchen.
Ticketkauf
Ticketpreis voll: 9 Euro im Vorverkauf | 11 Euro an der Abendkasse
Ticketpreis ermäßigt: 5 Euro im Vorverkauf | 7 Euro an der Abendkasse
Ausführliche Informationen finden Sie hier: Lange Nacht der Wissenschaften Jena.
Veranstaltungsreihe
Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe “Jena erinnert! 15 Jahre (danach) – Jena und der NSU-Komplex” und findet im Rahmen der "Langen Nacht der Wissenschaften Jena" am 20. November 2026 in Jena statt.

