Wissen schafft Demokratie 19/2026: Demokratie und Geschlecht

Geschlechtergerechtigkeit steht im Zentrum demokratischer Auseinandersetzungen und zugleich im Fokus von Gegenbewegungen, die unter Begriffen wie Antifeminismus oder in Angriffen auf Gleichstellungspolitiken sichtbar werden. Antifeminismus, Heterosexismus und Anti-Gender-Narrative werden lauter und politisch einflussreicher, während Errungenschaften von Gleichstellung und queerer Sichtbarkeit als Bedrohung inszeniert werden. Der Band nimmt diese Spannungen zum Ausgangspunkt und fragt, warum Vielfalt so häufig Abwehr hervorruft und welche Potenziale eine Demokratie entfaltet, wenn sie Geschlechtergerechtigkeit als grundlegendes Prinzip begreift.

Die Beiträge beleuchten Geschlecht als zentrale Strukturkategorie demokratischer Ordnung: Sie reichen von theoretischen Perspektiven auf eine „Politik der Liebe“ über feministische Stadtplanung und die Transformation von Familien- und Geschlechterbildern bis hin zu Fragen politischer Teilhabe, struktureller Ungleichheit und geschlechtsspezifischer Gewalt. Ein weiterer Fokus liegt auf antifeministischen Mobilisierungen – von islamistischen Diskursen über rechtsextreme Strategien bis hin zu lokalen Protesten und digitalen Hasskampagnen.

Der Sammelband zeigt, wie eng Demokratie und Geschlechterverhältnisse miteinander verwoben sind, und macht deutlich: Eine Demokratie, die Geschlechtergerechtigkeit als Voraussetzung versteht, gewinnt.


Es ist ein Irrglaube, dass das Fallen einer Demokratie die plötzliche Eruption sei. Demokratie wankt leise. Wenn wir sehen, dass Parlamente als…

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Es gibt diese Stimmen, die viele von uns nur allzu gut kennen: die Stimme, die das Gendern als Verfall der Sprache beklagt, die alles, was nicht der…

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Wie kann Liebe im politischen Kampf für Demokratie und Geschlechtergerechtigkeit eingesetzt werden? Was können wir unter einer Politik der Liebe…

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Stadtentwicklung und Stadtplanung sind zentrale Felder demokratischer Aushandlung, da sie darüber entscheiden, wessen Bedürfnisse und Lebensrealitäten…

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Der Beitrag untersucht die Veränderung der staatlichen Konstruktion von Geschlecht im Zuge der Einführung der Ehe für alle in Deutschland. Ausgehend…

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Der Gender Gap in der Links-Rechts-Selbsteinstufung unter Jugendlichen ist in Deutschland beobachtbar. Anhand einer empirischen Untersuchung kann…

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Der vorliegende Beitrag fasst zentrale Befunde der qualitativen Studie „Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik in Sachsen“ zusammen. In der…

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Gewalt ist ein Instrument, mit dem männliche Herrschaft und Kontrolle über Frauen und queere Personen ausgeübt wird und schädliche traditionelle…

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Der Beitrag befasst sich mit antifeministischen Argumentationen in islamistischen Diskursen in Deutschland. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass…

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Die extreme Rechte gilt als patriarchal und antifeministisch. Gleichsam stehen nicht nur in Deutschland, sondern auch international immer mehr Frauen…

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Die extreme Rechte und Rechtsextremismus sind nach wie vor stark männlich konnotierte Phänomene. In den vergangenen Jahren rückt jedoch zunehmend…

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Ausgehend von der Beobachtung, dass der vermeintliche Schutz westlicher Frauen in migrationspolitischen Debatten immer wieder als Legitimation für…

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In unserem Interview, geführt von IDZ-Geschäftsführerin Anne Tahirovic, beleuchten wir die Dynamiken digitaler Hasskampagnen gegen prominente Frauen.…

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ISSN (Online): 2512-9716

ISSN (Print): 2512-9732


Impressum

Herausgeber:

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ)

Redaktion:

Dr. Axel Salheiser, Dr. Cynthia Möller, Anne Tahirovic & Susanne Haldrich

Verleger und Träger:

Amadeu Antonio Stiftung, Karl-Marx-Allee 1, 10178 Berlin

Redaktionsanschrift und Kontaktdaten:

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) | Tatzendpromenade 2a | 07745 Jena
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Hinweise zu Autor*innenschaft und Publikationsrechten:

Die in diesem Band veröffentlichten Beiträge stellen die wissenschaftlichen Analysen und Schlussfolgerungen der jeweiligen Autor*innen dar und entsprechen nicht notwendigerweise der Position der Herausgeberschaft. Die inhaltliche Verantwortung sowie die Urheberrechte verbleiben bei den Autor*innen; eine Zweitveröffentlichung der Beiträge ist unter Verweis auf diese Ausgabe gestattet.

Bezug:

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