Nachrichtenarchiv

Der Newsletter IDZ-Insights 2/2026 fasst unsere Arbeit des letzten halben Jahres kompakt zusammen. Im Aufmacher blicken Timo Galki und Maik Fielitz auf das Monitoring und die Forschung zu Antisemitismus am IDZ. Beides zeigt: Antisemitismus hat weite Teile der Gesellschaft erreicht – auf der Straße wie im Netz. Wie immer stellen wir im Newsletter auch zahlreiche Veröffentlichung und Veranstaltungen des letzten halben Jahres sowie die aktuellsten Forschungsergebnisse am IDZ und FGZ Standort Jena vor.

In der Debatte über gesellschaftlichen Zusammenhalt sind „Polarisierung“ und „Spaltung“ allgegenwärtig. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Diskriminierung, Ausschlüsse und Ungerechtigkeiten überwunden und solidarisches Miteinander gestärkt werden können. Allyship bietet hierfür einen Ansatz. Doch was bedeutet Allyship konkret? Worauf kommt es bei Allyship an? Welche Herausforderungen gibt es und welche Wirkung kann Allyship entfalten. Das aktuelle Factsheet gibt Antworten.

Das FGZ-Projekt "Allyship" untersucht: Unter welchen Bedingungen verschiedene Formen von Unterstützung entstehen, wie gut oder schlecht sie funktionieren und was es braucht, damit solidarisches Engagement zielführend ist, also die Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft fördert. Mach mit und unterstütze unsere Arbeit!

Die Landtags-, Kommunal- und Bundestagswahlen des Jahres 2024 haben die politische Landschaft Thüringens nachhaltig verändert. In Short Report #1 des Projektes "Thüringen:2029" wird nun eine erste Zwischenbilanz gezogen: Wie wirken sich die gestärkten AfD-Fraktionen auf die lokale politische Kultur aus? Führt die rechtsextreme Landnahme zu einer Normalisierung antidemokratischer Positionen – oder formiert sich ein demokratisches Zusammenrücken als Gegenbewegung?

Die Beiträge beleuchten Geschlecht als zentrale Strukturkategorie demokratischer Ordnung: Sie reichen von theoretischen Perspektiven auf eine „Politik der Liebe“ über feministische Stadtplanung und die Transformation von Familien- und Geschlechterbildern bis hin zu Fragen politischer Teilhabe, struktureller Ungleichheit und geschlechtsspezifischer Gewalt. Ein weiterer Fokus liegt auf antifeministischen Mobilisierungen – von islamistischen Diskursen über rechtsextreme Strategien bis hin zu lokalen Protesten und digitalen Hasskampagnen.

RIAS Thüringen dokumentierte während des Bundesparteitags der Alternative für Deutschland (AfD) am 4. und 5. Juli 2026 zahlreiche antisemitische Vorfälle. Auch am eigenen Infostand kam es zu massiven Anfeindungen und bedrohlichen Situationen mit Demonstrierenden.

Nachricht vom

Thüringer Zustände 2025 erschienen

Rechtsextreme Positionen sind 2025 sichtbarer, sagbarer und alltäglicher geworden. Der bereits im Vorjahr – insb. unter Jugendlichen – beobachtete Rechtsruck hat sich fortgesetzt. Gleichzeitig geraten Organisationen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen, immer stärker unter Druck. Durch politische Angriffe und gezielte Delegitimierung werden wichtige demokratische Strukturen geschwächt. In 12 Beiträgen liefern die Thüringer Zustände Analysen zu Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Abwertung, Diskriminierung und Hassgewalt.

Für den 21. Band der IDZ-Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" (WsD) werden Beiträge gesucht, die sich dem Verhältnis von Jugend und Demokratie im Kontext digitaler Öffentlichkeiten widmen. Im Fokus stehen u.a. digitale Radikalisierung, Plattformlogiken, Jugendkulturen, Präventionsarbeit, Kinder- und Jugendmedienschutz sowie zivilgesellschaftliche Gegenstrategien. Eingeladen sind interessierte Autor*innen aller Disziplinen. Frist für die Einreichung von Abstracts: 31. August 2026, Einreichungen an: wsd@idz-jena.de. Weitere Informationen finden sich im Call for Papers. Wir freuen uns über…

In der aktuellen Ausgabe widmet sich das Team von Machine Against the Rage den Fragen: Wie verbreiten sich antisemitische Inhalte? Welche Rolle spielen die Epstein-Files in verschwörungsideologischen Milieus? Und warum geht die Debatte um digitale Zensur oft am Kern des Problems vorbei?

Das Programm ‚Demokratie leben!‘ des BMBFSFJ überarbeitet seine Förderrichtlinien. Dabei könnten einige Projekte der politischen Bildung in ihrer bisherigen Form nicht weiter gefördert werden, während die Förderung stärker auf Einrichtungen wie Vereine oder Schulen ausgerichtet wird. Forschende des FGZ arbeiten mit einigen der Projekte zusammen, die von Mittelkürzungen betroffen sein könnten. In "Zusammenhalt kommentiert #demokratieleben" teilen Wissenschaftler*innen des FGZ ihre Perspektive auf diese Entwicklung.

Pressekontakt

Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft

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