Publikationen

Wir haben die Thüringer Ergebnisse der Bundestagswahl analysiert – mit Schwerpunkten auf die Ergebnisse der AfD sowie auf die Social-Media-Aktivitäten rechtsextremer Thüringer Akteur*innen.

Die aktuelle Situations- und Ressourcenanalyse für den Kyffhäuserkreis zeigt alarmierende Entwicklungen: Rechtsextreme Strukturen sind gut vernetzt, während die Beteiligung junger Menschen an demokratischen Prozessen abnimmt. Die prodemokratische Zivilgesellschaft sieht sich mit weitverbreiteten antidemokratischen Einstellungen, zu geringer prodemokratischer Positionierung und mangelnder Vernetzung konfrontiert. Die Studie macht deutlich: Es braucht entschlossene Maßnahmen, um die demokratische Kultur zu stärken.

Rechtsextreme und antidemokratische Einstellungen sind weit verbreitet und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die demokratischen Strukturen im Landkreis dar. Zwar gibt es ein starkes zivilgesellschaftliches Engagement, doch es mangelt an breitem Rückhalt aus der Bevölkerung. Zusätzlich erschweren prekäre Förderbedingungen das Engagement. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Demokratie im Saale-Holzland-Kreis zu sichern!

Die Situationsanalyse zeigt die Vielschichtigkeit der Herausforderungen, mit denen der Landkreis in Bezug auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt konfrontiert ist: Besonders hervorzuheben sind die zunehmenden rechtsextremen Tendenzen, wie sie durch Wahlergebnisse der AfD und die von Engagierten beschriebene Bedrohungslage sichtbar werden.

Was führte zum Erfolg der AfD bei den Wahlen 2024 in Thüringen? Dieser Frage gingen wir in der Analyse nach, in dem wir die Wahlergebnisse zusammen mit mehr als 50 unterschiedlichen demografischen, wirtschaftlichen und politischen Merkmalen der Thüringer Gemeinden analysierten. Die Studie zeigt: Auch demografische und ökonomische Faktoren tragen zum guten Abschneiden der AfD bei. Mit Abstand die höchste Erklärkraft haben jedoch politische Faktoren!

Die Schriftenreihe „Sicherheit als Schlüsselbegriff einer offenen Gesellschaft" untersucht, wie der Begriff der Sicherheit nicht nur im physischen, sondern auch im sozialen und demokratischen Sinne verstanden werden muss. Besondere Beachtung finden dabei die Perspektiven vulnerabler Gruppen - darunter jüdische Menschen, Migrant*innen, Menschen mit Behinderungen sowie wohnungs- und obdachlose Personen - deren Sicherheitsbedürfnisse häufig durch strukturelle Ungleichheiten und historische Diskriminierungen marginalisiert werden.

Publikation vom

IDZ-Newsletter 1|26

Die vorliegenden Insights 1/2026 geben einen Rückblick auf unsere Arbeit des letzten Halbjahrs. Zugleich markieren sie ein Jubiläum: Wir begehen in diesem Jahr unser 10-jähriges Bestehen. Im Aufmacher blicken Anne Tahirovic und Axel Salheiser auf 10 Jahre praxisnahe Demokratieforschung und Wissenstransfer und machen deutlich: Der Anspruch des IDZ war und ist eine öffentliche, menschenrechtsorientierte Demokratieforschung. Öffentlich heißt für uns nicht vereinfachend oder gefällig, sondern zugänglich, überprüfbar und anschlussfähig. Forschung soll Orientierung bieten, ohne Komplexität zu…

Kai Richarz untersucht, inwiefern regionale Besonderheiten und gesellschaftlicher Widerstand die Entstehung und Verbreitung neonazistischer Strukturen beeinflussten. Durch eine kritische Analyse der politischen Kultur, der gesellschaftlichen Reaktionen und der Entwicklung antifaschistischer Bewegungen wird aufgezeigt, wie historische Kontexte und soziale Bedingungen das extrem rechte Potenzial in dieser Region prägten.

Dauer- und Starkregen führten Ende Mai 2024 zu Überschwemmungen und Jahrhunderthochwassern in Süddeutschland, insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg. Viele Landkreise und Städte mussten den Katastrophenfall ausrufen. Für unseren Blogbeitrag wollten wir wissen: Wie konstruktiv ist eine ereignisbezogene Klima-Berichterstattung und welche politischen Handlungsoptionen und Prognosen werden aufgezeigt? Und: Welche Handlungsmöglichkeiten und Zukunftsszenarien werden aufgezeigt?

This international anthology is dedicated to the discourses, agitations and dynamics that have prevented, delayed, and slowed down, or even reversed, necessary transformation steps in global climate protection to this day. The book brings together perspectives from 12 different countries. It pays special attention to the interplay between climate protection policy, climate justice and democratic cohesion. Anthology from the series ‘Social Cohesion’ of the Research Institute Social Cohesion by Noah Marschner (ed.), Christoph Richter (ed.), Janine Patz (ed.), Axel Salheiser (ed.).

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