Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung

Ziel der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung ist es, der wissenschaftlichen Forschung zur illiberalen, populistischen bzw. extremen Rechten ein Forum zu geben und damit das strukturelle Defizit einer fehlenden wissenschaftlichen Plattform für kritische Rechtsextremismusforschung zu beheben.

Die Zeitschrift soll Entwicklungen der illiberalen, populistischen bzw. extremen Rechten analysieren, gesellschaftstheoretisch erklären sowie Forschungsmethoden und -ethik sowie Handlungsfelder (Prävention, Intervention, Repression) in diesem Forschungsfeld einer Reflexion zugänglich machen. Die Zeitschrift steht interdisziplinären Zugängen sowie dem Austausch mit überschneidenden Forschungsfeldern offen – wie der Antisemitismus- und Rassismusforschung.

Erscheinungsweise

Die Zeitschrift erscheint zwei Mal pro Jahr im Verlag Barbara Budrich und ist sowohl als Open Access digital als auch als Printversion erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier.

Einordnung in den Forschungsverbund „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“

Die Fachzeitschrift ist im Bereich Wissenstransfer angesiedelt. Der Austausch von Wissen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist ein zentrales Anliegen des Forschungsinstituts.

Zur Projektbeschreibung auf der Website des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ): https://www.fgz-risc.de/wissenstransfer/alle-transferprojekte/details/JEN_T_02

 

Wissenschaftlicher Beirat
  • Dr. Sina Arnold (Technische Universität Berlin)
  • Tamir Bar-On, PhD (Tecnológico de Monterrey)Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt University of Applied Sciences)
  • Hans-Georg Betz, PhD MIT (Universität Zürich)
  • Prof. Tore Bjørgo (Universität Oslo / Leiter des "Center for Extremism Research" (C-REX))
  • Prof. Kathleen Blee, PhD (University of Pittsburgh)
  • Prof. Dr. Manuela Bojadžijev (Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Dr. Kemal Bozay (Universität zu Köln)
  • Dr. Gudrun Brockhaus (Brockhaus-Stiftung, Bochum)
  • Prof. Assoc. Manuela Caiani (Scuola Normale Superiore, Florenz)
  • Jean-Yves Camus (Institut de Relations Internationales et Stratégiques (IRIS), Paris)
  • Prof. Manuela Consonni (Hebrew University of Jerusalem)
  • Prof. Dr. Priska Daphi (Universität Bielefeld)
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt/Main)
  • Prof. Matthew Feldman (University of York)
  • Prof. i.R. Dr. phil. habil. Wolfgang Frindte (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • Mag. Mag. Judith Goetz (Universität Wien)
  • Prof. Dr. Sebastian Haunss (Universität Bremen / SOCIUM - Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik)
  • Klaus Holz (Geschäftsstelle Evangelische Akademien in Deutschland e. V., Berlin)
  • Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke (Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin)
  • Prof. Dr. phil. Juliane Karakayali (Evangelische Hochschule Berlin)
  • Assoc. Prof. Susi Meret (Aalborg University)
  • Andreas Peham (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Wien)
  • Prof. Dr. Uwe Puschner (Freie Universität Berlin)
  • Prof. Rafał Pankowski (Collegium Civitas, Warschau)
  • Prof. Lars Rensmann (University of Groningen)
  • Prof. Jens Rydgren (Stockholm University)
  • Prof. Dr. Karin Stögner (Universität Passau)
  • Prof. Dr. Berthold Vogel (Geschäftsführender Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts
  • (SOFI) an der Georg-August-Universität Göttingen)
  • Em. Prof. Dr. Dr. h.c. Ruth Wodak (Lancaster University/Universität Wien)
Sonderveröffentlichung: Politische Raumkultur als Verstärker der Corona-Pandemie? Einflussfaktoren auf die regionale Inzidenzentwicklung in Deutschland in der ersten und zweiten Pandemiewelle 2020

Politische Raumkultur als Verstärker der Corona-Pandemie? Einflussfaktoren auf die regionale Inzidenzentwicklung in Deutschland in der ersten und zweiten Pandemiewelle 2020

Inhalt der Studie:
In der Studie wird untersucht, welchen Einfluss die politische Raumkultur auf regionale Unterschiede in den Inzidenzverläufen der Landkreise ausübt. Hierfür wurden die zwei Infektionswellen des Jahres 2020 in den 401 Kreisen und kreisfreien Städte in Deutschland anhand sogenannter „latenter Wachstumsmodelle“ analysiert. Hierdurch war es möglich herauszuarbeiten, welche Merkmale zu unterschiedlichen Zeitpunkten besonders starken Einfluss auf die Anstiege der Corona-Fallzahlen haben.
Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang der AfD-Zweitstimmenanteile auf die Anstiege der Infektionszahlen in beiden Wellen – sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland. Trotz der Berücksichtigung einer Vielzahl weiterer Merkmale – wie Altersstruktur, wirtschaftliche Situation, Mobilität, Grenzregion etc. pp. – blieb der Zusammenhang zwischen AfD-Wahlergebnissen und Inzidenzen bestehen, so dass diese zahlreichen weiteren Faktoren als alternative Erklärungen ausgeschlossen werden konnten. Für andere im Bundestag vertretene Parteien lassen sich keine systematischen Effekte auf die Anstiegsphase beider Wellen finden. Die Untersuchung der Zweitstimmenanteile rechtsextremer Kleinparteien und die Nichtwählendenanteile zu den Bundestagswahlen 2005 und 2013 ergab ebenfalls positive Effekte auf die Inzidenzentwicklungen, was auf eine hohe Persistenz politischer und demokratischer Distanz in Teilen dieser Regionen hinweist.

Autor:innen
Die Studie ist im Rahmen des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt unter Zusammenarbeit eines Wissenschaftlers vom Helmholtz Zentrum München entstanden. Namentlich beteiligt waren Christoph Richter, Axel Salheiser und Matthias Quent (FGZ-Teilinstitut Jena/Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft), Maximilian Wächter und Jost Reinicke (FGZ-Teilinstitut Bielefeld/Universität Bielefeld/Fakultät für Soziologie) sowie Matthias Wjst (Helmholtz Zentrum München).

Pressemitteilung und Hintergrundinformationen
Pressemitteilung zur Studie (veröffentlicht am 19.11.2021) → Link 
Hintergrundinformationen zur Studie → Link

Veröffentlichung
Der vollständige Artikel ist auf der Seite des Barbara Budrich Verlages abrufbar unter: https://doi.org/10.3224/zrex.v1i2.01A

In den Medien

Medienmeldung vom

Rechte Strukturen langfristig erforschen

Der Tagesspiegel/ mit Matthias Quent

Der Rechtsextremismus bedroht die Demokratie, die Forschung über ihn aber ist kaum institutionalisiert. Die Zeitschrift "zRex" behebt diesen Mangel.



 

Zentrale Themen

#Rechtsextremismus #Rechtspopulismus #Rassismus #Antisemitismus #Hasskriminalität


 

 

Wissenschaftliche Leitung

Dr. Matthias Quent

Direktor

Kontakt:
Tel.: 03641/ 2719403
Mail: office.quent(at)idz-jena.de

 

Redaktion

 

 

Verlag

Budrich Journals