Stellenausschreibung für eine:n wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in für das Projekt „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen“

Für das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena sucht die Amadeu Antonio Stiftung zum 15.10.2021 oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt

eine:n wissenschaftliche:n Mitarbeiter:in

für das Projekt „Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) Thüringen“

mit einem Stundenumfang von voraussichtlich 20 Wochenstunden. Die Stelle ist langfristig geplant,doch haushälterisch zunächst befristet bis 31.12.2021. Der Arbeitsort ist Jena.

Tätigkeitsprofil

 
  • Mitwirkung an der Erfassung, Dokumentation und Kategorisierung antisemitischer Vorfälle in Thüringen als Teil des Bundesverbands RIAS e.V.
  • Netzwerkarbeit: Aufbau und Pflege eines thüringenweiten Kooperationsnetzwerks mit verschiedenen Akteur:innen, insbesondere mit jüdischen Gemeinden/Organisationen sowie öffentlichen Einrichtungen und Behörden
  • Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Studien zu Antisemitismus
  • Verweisberatung für Betroffene von Antisemitismus, d.h. Weitervermittlung an geeignete Beratungsangebote
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Zielgruppengerechte Aufbereitung und Verbreitung von Informationen und Ergebnissen, Organisation von Pressegesprächen und Veranstaltungen, Online-Kommunikation

Anforderungen

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium (M.A., Magister, Diplom) eines sozial- odergeisteswissenschaftlichen Studiengangs
  • Vertiefte Kenntnisse antisemitischer Ideologeme, aktueller Ausdrucksweisen und Debatten
  • Kenntnisse über und Sensibilität für die Lebensrealität von Juden und Jüdinnen
  • Kommunikative Fähigkeiten, Empathie und Sensibilität
  • Analysefähigkeit komplexer Sachverhalte und Schreibkompetenz
  • Sehr gute Organisationsfähigkeit, Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten
  • Kompetenzen im Umgang mit verschiedenen Medien, Social-Media-Affinität erwünscht
  • Sprach- und Schreibfähigkeit in Englisch, Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Reisebereitschaft

Wünschenswert, aber keine Bedingung sind

  • Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Betroffenen von Antisemitismus/ Rassismus/ rechter Gewalt
  • Kenntnisse der staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen und Maßnahmen zur Prävention von Rechtsextremismus und Antisemitismus in Thüringen, sowie des jüdischen Lebens in Ostdeutschland/Thüringen
  • Erfahrungen in der empirischen Sozialforschung
  • Sprach- und Schreibfähigkeit in Russisch
  • Publikationen im Forschungsfeld

Wir bieten

  • Vielseitige Tätigkeit in einer Einrichtung für Forschung und wissenschaftliche Gesellschafts- und Politikberatung
  • Abwechslungsreiches Tätigkeitsumfeld
  • Einbindung in ein multidisziplinär, sowohl wissenschaftlich als auch anwendungsorientiert arbeitendes Team
  • Entlohnung je nach Qualifikation und Berufserfahrung in Anlehnung an den TV-L 13

Wir freuen uns über jede Bewerbung, unabhängig von Geschlechtsidentität, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung.

Bitte senden Sie uns Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen (max. 2-seitiges Motivationsschreiben, ggf. Referenzen, Lebenslauf, ausgewählte Zeugnisse) bitte bis zum 01.09.2021 ausschließlich per E-Mail in einer PDF-Datei unter Angabe des frühestmöglichen Eintrittsdatums z.H. der Projektleiterin Dr. Anja Thiele an die Adresse: bewerbung@idz-jena.de.