Gut beraten in schwierigen Zeiten?

Podiumsdiskussion zur Rolle von Machtkritik in der Beratung gegen Rechtsextremismus

Zu Beginn des Jahres hat die CORRECTIV-Recherche in aller Deutlichkeit gezeigt, welche Ziele die AfD und ihr rechtes Umfeld verfolgen. Bundesweit verzeichnen Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus seitdem einen Anstieg an Anfragen: Immer mehr Menschen und Institutionen wollen wissen, was sie gegen die extreme Rechte und Ideologien der Ungleichwertigkeit – auch im eigenen Umfeld – tun können. Gleichzeitig könnte die AfD in den anstehenden Kommunalwahlen gerade auch in Thüringen noch weiter an Stimmen gewinnen und ihren Einfluss auf kommunaler Ebene ausbauen.

Beratungsstellen sind in dieser Situation enorm herausgefordert. Je größer die Bedrohung durch den Rechtsextremismus, desto stärker muss sich Beratung positionieren. Wir diskutieren, welche Erfahrungen die Mobilen Beratungen gegen Rechtsextremismus in dieser aktuellen Situation machen, insbesondere in Thüringen sowie in ländlichen Räumen bundesweit. Welche Erkenntnisse bietet die Mobile Beratung auf der Grundlage dieser Erfahrungen, auch für andere Beratungsstellen im Themenfeld? Und welche Rollen spielen dabei die Themen Macht, Machtkritik und gesellschaftlicher Status? In diesem Zusammenhang wollen wir auch darüber sprechen, welche Impulse sich aus der Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Erfahrung für eine Weiterentwicklung der Beratungsarbeit gewinnen lassen.

Diese Themen wollen wir in einem gemeinsamen Fachgespräch mit folgenden Referent*innen diskutieren:

  1. Christian Rühl, Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT)
  2. Christopher Vogel, Mobiles Beratungsteam Hessen, Kassel
  3. Prof. Dr. Esther Lehnert, Alice Salomon Hochschule Berlin

Moderation: Viktoria Kamuf, Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena

Im Rahmen der Veranstaltung wird auch der Sammelband „Beratung zu Rechtsextremismus und Demokratiegefährdung“ vorgestellt, den der Bundesverband Mobile Beratung und Kolleg*innen der Alice Salomon Hochschule Berlin 2023 gemeinsam herausgegeben haben.

Wann & Wo:

17. Juni 2024 um 18:00 Uhr
trafo, Nollendorfer Str. 30, 07743 Jena

Bitte beachten: Der Veranstaltungsort ist diesmal leider nicht barrierefrei.

Anmeldung:

Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung. Hier geht es zur Anmeldung: Eventbrite-Anmeldung

Veranstalter*innen:

Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Standort Jena des Wissensnetzwerks Rechtsextremismusforschung (Wi-REX), dem Bundesverband Mobile Beratung (BMB) und der Alice Salomon Hochschule Berlin organisiert.

 

Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.