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Institut Gesellschaftlicher Zusammenhalt Standort-Jena gefördert vom BMBF

BMBF-Projekt Institut Gesellschaftlicher Zusammenhalt

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Aktueller Band der IDZ-Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" mit dem Schwerpunkt: Netzkulturen und Plattformpolitiken


 

Wir unterstützen das thüringenweite Bündnis

Neuigkeiten

Die Demonstration ist auch in Thüringen eine der attraktivsten und akzeptiertesten politischen Beteiligungsformen. Allerdings hat dies in den letzten Jahren immer wieder die Frage aufgeworfen, inwieweit der Protestdynamik auf den Straßen und Plätzen des Freistaats auch ein antidemokratisches Potenzial innewohnt. Wir haben analysiert, welche Protestereignisse in der öffentlichen Berichterstattung auf den Webportalen der vier auflagen- und leser*innenstärksten Thüringer Zeitungen im Zeitraum vom 1. August 2022 bis 31. Mai 2023 abgebildet wurden und welche Protestdynamik daraus ablesbar ist.

Am 30.1.2024 wurde der aktuelle Band der IDZ-Schriftenreihe "Wissen schafft Demokratie" zum Schwerpunkt "Netzkulturen und Plattformpolitiken" veröffentlicht und Vertreter*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Der Kurzbericht zum Roundtable liegt nunmehr vor.

Werde Multiplikator*in in der Demokratiearbeit und trage mit deiner Arbeit zu einer Stärkung der demokratischen Kultur und Zivilgesellschaft bei. Bis zum 15.2.2024 besteht die Möglichkeit sich für das SoSe 2024 auf einen Studienplatz für den Master "Civic Education - Demokratiearbeit in der digitalisierten Gesellschaftan" zu bewerben.

Liebe Leser*innen, das Jahr 2024 hat mit beunruhigenden Prognosen zu den Perspektiven der Demokratie in Thüringen, Deutschland und der Welt begonnen – doch der demokratische Rückzug im neuen Jahr ist keine Option. ... Viele interessante Einsichten in die Arbeit des IDZ wünschen im Namen des gesamten IDZ-Teams Maik Fielitz, Anne Tahirovic, Janine Dieckmann & Axel Salheiser

Der Ausgang der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis blieb bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses der Stichwahl spannend. Mit 52,4% der Stimmen setzte sich der CDU-Kandidat Christian Herrgott nur knapp gegen den AfD-Kandidaten Uwe Thrum (47,6%) durch. Der Zusammenhalt der Demokrat*innen in der Region konnte letztlich ein AfD-Landrat verhindert und der von der AfD erhoffte Auftaktsieg zu Beginn des Wahljahres 2024 blieb aus. Doch im knappen Ergebnis und in den Stimmenzuwächsen für Thrum zeigt sich weiterhin die weitfortgeschrittene Erosion eines demokratischen Konsenses in der Gesellschaft.

Der Band informiert über die neusten Trends und Dilemmata im Bereich von Netzkulturen und der Politik digitaler Plattformen. Gerahmt werden diese Beiträge von Reflexionen über das Verhältnis von Demokratie und Digitalisierung sowie zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Online-Hass und -Hetze. Das verbindende Element der Beiträge: Sie argumentieren aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive Ursprünge, Tendenzen und Auswirkungen des digitalen Hasses und des digitalen Empowerments mit den Moderationspraktiken der Social-Media-Plattformen und staatlichen Regulierungsversuchen zusammen.

Das Institut

Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit dem Ziel, die demokratische Kultur und Zivilgesellschaft in Thüringen und darüber hinaus zu stärken.

Zentrale Aufgabe des Instituts ist es, Wissenslücken über demokratiefeindliche und -gefährdende Phänomene, Strukturen und Bewegungen zu identifizieren und durch wissenschaftliche Untersuchungen zu schließen. Das IDZ begreift sich als Ort der öffentlichen Sozialforschung, in dem der Erkenntnisgewinn und -transfer zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik einen zentralen Platz einnimmt.

Das 2016 gegründete Institut befindet sich in Trägerschaft der Amadeu-Antonio-Stiftung und wird gefördert durch das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit. Seit dem 01. Juni 2020 ist das IDZ zudem einer von bundesweit elf Standorten des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ).

Medienmeldungen

Medienmeldung vom

Klimaschutz muss der demokratische Konsens sein

Deutscher Naturschutzring /mit Janine Patz

Aktuellen Umfragen zufolge würde bundesweit knapp ein Fünftel der Menschen die Alternative für Deutschland (AfD) wählen. In einigen Bundesländern kommt die rechtsextreme Partei auf noch höhere Werte. Umweltorganisationen, auch der Dachverband DNR, beobachten mit Sorge die hohen Zustimmungswerte, die eine Gefahr für die Demokratie bedeuten können. Die AfD mobilisiert auch gegen Klimaschutz und versucht, die Begriffe Natur und Heimat für sich zu kapern.

dissens Podcast /mit Dr. Axel Salheiser

Wie lässt sich die AfD politisch besiegen? Antworten gibt's im Dissens Podcast Folge #245 von und mit Lukas Ondreka.

nd /mit Dr. Axel Salheiser

Axel Salheiser spricht über die Proteste gegen rechts als starkes Signal für eine Demokratie, die damit über sich hinauswachsen kann

Aktuelle IDZ-Kurzanalyse

 

 

Publikationen und Schriftenreihe

Die Demonstration ist auch in Thüringen eine der attraktivsten und akzeptiertesten politischen Beteiligungsform. Allerdings hat dies in den letzten Jahren immer wieder die Frage aufgeworfen, inwieweit der Protestdynamik auf den Straßen und Plätzen des Freistaats auch ein antidemokratisches Potenzial innewohnt. Wir haben analysiert, welche Protestereignisse in der öffentlichen Berichterstattung auf den Webportalen der vier auflagen- und leser*innenstärksten Thüringer Zeitungen im Zeitraum vom 1. August 2022 bis 31. Mai 2023 abgebildet wurden und welche Protestdynamik daraus ablesbar ist.

Der Ausgang der Landratswahl im Saale-Orla-Kreis blieb bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses der Stichwahl spannend. Mit 52,4% der Stimmen setzte sich der CDU-Kandidat Christian Herrgott nur knapp gegen den AfD-Kandidaten Uwe Thrum (47,6%) durch. Der Zusammenhalt der Demokrat*innen in der Region konnte letztlich ein AfD-Landrat verhindert und der von der AfD erhoffte Auftaktsieg zu Beginn des Wahljahres 2024 blieb aus. Doch im knappen Ergebnis und in den Stimmenzuwächsen für Thrum zeigt sich weiterhin die weitfortgeschrittene Erosion eines demokratischen Konsenses in der Gesellschaft.

Der Begriff des Gesellschaftlichen Zusammenhalts ist vieldeutig, sowohl in der öffentlichen Debatte als auch in den Sozialwissenschaften. Daher stellt sich die Frage, wie der wechselseitige Wissenstransfer zw. Forschung, Zivilgesellschaft und Politik gelingen kann. Der Band diskutiert, mit welchen Methoden gesellschaftlicher Zusammenhalt heutzutage erforscht wird und unter welchen Bedingungen forschungsbasierter Wissenstransfer zur Beantwortung gesellschaftl. Fragen und Probleme eingesetzt werden kann. Herausgegeben von Mitarbeiter*innen der FGZ-Standorte: Halle, Hannover, Bremen und Jena.

Rechtsextreme Symbole im öffentlichen Raum, Neonazi-Szenebekleidung als Selbstverständlichkeit im Alltag, Angriffe auf nichtrechte Jugendliche und Migrant*innen, zerstörte Regenbogenfahnen, bekannte rechtsextreme Akteur*innen bei den nach wie vor regelmäßig stattfindenden Montagsdemonstrationen, die andernorts in Deutschland längst keine wahrnehmbare Rolle mehr spielen – Rechtsextremismus ist Teil der Normalität im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt.

Am 7. Oktober überfiel die radikalislamische Terrororganisation Hamas Israel. Über Land-, See- und Luftweg drangen Terroristen nach Israel ein und begingen grausame Verbrechen, überwiegend an der israelischen Zivilbevölkerung. Beim schlimmsten antisemitischen Pogrom in diesem Jahrhundert wurden Menschen in ihren Siedlungen und auf offener Straße erschossen, in ihren Häusern angezündet, enthauptet, gefoltert und verschleppt. Viele Frauen wurden brutal vergewaltigt und dann getötet, teilweise vor ihren eigenen Kindern. Während junge Menschen beim Super-Nova-Festival in der Wüste wenige Kilometer…